Diese
Tour startet in Almendralejo, im größten
Ort der Tierra de Barros. Almendralejo wurde im Mittelalter
von dem Ritterorden Santiago, der seit dem 13. Jahrhundert
die Region beeinflusste, gegründet. Mitte des
14. Jahrhunderts taucht der Ort in den Verwaltungsbüchern
des Ordens auf.
Es ist außerdem der Geburtsort von José
de Espronceda und Carolina Coronado. Die Stierkampfarena
zählt zu den schönsten Spaniens. Erfolgreiche
Weine und das hervorragende Wissen in dieser
Branche sind die besten Vorraussetzungen zum Weinzentrum
erster Wahl.
Die Kirche Purificacion (16. Jahrhundert) strahlt
mit ihrem barocken Turm und mehreren gotischen bzw.
Renaissance- Elementen in der Fassade. Ebenso sind
die Kirchen San Roque und San Jose einen Besuch
wert. Die Religion spielt hier eine wichtige Rolle
- der Ort besitzt mehrere Klöster. Die zwei Wichtigsten
sind das des Klarissenordens Ntra. Sra. del Amparo
(15. Jahrhundert) und das Franziskanerkloster San
Antonio (17. Jahrhundert), das zum Kunsthistorischen
Monument erklärt wurde. Die Wallfahrtskapelle
Ntra. Sra. de la Piedad wurde zu Beginn des 16. Jahrhunderts
erbaut.
Unter den sehenswerten zivilen Bauwerken, wie Adelshäuser
und Paläste ragen der Palast des Markgrafen von
Monsalud (18. Jahrhundert, das heutige Rathaus), das
Gebäude der Sociedad del Obrero Extremeno
sowie das Kasino del Circulo Mercantil Agricola
heraus. Gemälde von Adelardo Covarsi schmücken
die Wände des Kasinos.
Das hier im Februar stattfindende Fest Las Candelas
ist unter Touristen wie unter Spaniern in ganz Extremadura
bekannt.
Etwa zehn Kilometer entfernt liegt das Dorf Aceuchal.
Im Zuge der Reconquista (Rückeroberung) diente
es als Verteidigungsstandort des Templerordens; Ab
dem 14. Jahrhundert zählt es zum Verwaltungsbereich
des Santiago-Ordens.
Die Mudejar-Kapelle des San Andres, der alte
Posito (18. Jahrhundert), La Casa de la Encomienda
(Komtureisitz), die im 15. Jahrhundert errichtete
Gemeindekirche San Pedro und das Rathaus warten auf
einen Besuch. Die Ortschaft ist vor allem für
ihre vortreffliche Knoblauchproduktion und -verarbeitung
bekannt.
Der nächste Stopp erfolgt in Solana de Barros
am linken Flussufer des Guadajira. Die Bevölkerung
unterlag nach der Reconquista dem Befehl des Templerordens.
Gen Mitte des 15. Jahrhunderts erfolgte die Eingliederung
in das Herrschaftsgebiet des Herzogs von Feria. Die
Kirche Santa Maria Magdalena stammt aus dem
16. Jahrhundert.
An der Kreuzung der Wege von Solana nach Barcarrota
und von Badajoz nach Villalba liegt Corte de Peleas,
eine Ortschaft die lange Jahre Cortecilla genannt
wurde. Der im 16. Jahrhundert errichtete Tempel Santa
Maria Egipciaca wurde abgerissen und durch
ein modernes, weiß angestrichenes Kirchengebäude
ersetzt.
Es geht weiter nach Entrin Bajo, das seinen
Namen dem nahegelegenen Fluss Entrin zu verdanken
hat. Im Zuge der Reconquista erfolgte die Gründung
des Dorfes durch christliche Truppen des Königreichs
von León und der Bau der Kirche Ntra. Sra.
del Amparo (20. Jahrhundert).
Der Ortschaft Entrin Alto wiederfuhr dasselbe
Schicksal. Das wichtigste Bauwerk hier, ist die Kirche
Santa Rita mit Kreuzgratgewölben. Das kleine
Museum stellt einige interessante Stücke der
naheliegenden Ausgrabungsstätte La Pijotilla
aus. Beide Orte, Entrin Alto und Entrin
Bajo, verbinden einige mittelalterliche Brücken.
Auf dem Weg zur N-432 liegt La Albuera. Das Dorf
verdankt vor allem der Schlacht zu Albuera seine Bekanntheit.
Die Schlacht vollzog sich im Jahre 1811 im Rahmen
des Unabhängigkeitskrieges. Zur Aufklärung
und Vergangenheitsbewältigung entstand ein lehrreiches
Museum. Die aus dem 16. Jahrhundert stammende Kirche
Ntra. Sra. del Camino, das Denkmal, das der bereits
erwähnten Schlacht gewidmet ist, und die Ausstellung
einer ethnographischen Sammlung zählen zu den
Sehenswürdigkeiten.
Der Ort Almendral befindet sich in der Nähe
zwischen den Ausläufern der Sierra Sur und dem
damaligen Herrschaftsbereich des Herzogs von Feria.
Im Dorfzentrum stehen zwei Kirchen auf einem Platz.
Die San Pedro und die La Magdalena, beide im 15. Jahrhundert
im gotischen Stil erbaut. Ein weiteres, hervorragendes
Mudejar- Bauwerk mit westgotischen Stilelementen in
der Fassade, ist die Wallfahrtskapelle Finibus Terrae.
In Torre de Miguel Sesmero, ein kleines benachbartes
Dorf, laden die Kirche Ntra. Sra. de la Candelaria
(16. Jahrhundert) und das Kloster Claras o Molino
(18. Jahrhundert) ein.
Noch vor der Sierra Sur liegt Nogales direkt unterhalb
der beeindruckenden Burg und ihrem 35 Meter hohen
Turm. Im Mittelalter galt diese Lage als militärisch-strategischer
Schlüsselpunkt des Herrschaftsgebietes Feria.
Die am Burgturm erbaute gotische Kirche San Cristóbal
bezeugt auch hier den religiösen Einfluss.
Sehr typisch für die Region ist Santa Marta
de los Barros. Typisch deshalb, da der Ort mitten
in weitläufigen Olivenplantagen und Weinanbaugebieten
liegt und sowohl das Olivenöl, als auch der Wein
einen weitreichenden Ruf besitzen. Soweit bekannt,
wurde das Dorf im 16. Jahrhundert vom ersten Herzog
von Feria, D. Gómez Suárez de Figueroa,
gegründet. Im 17. Jahrhundert wurde Santa Marta
in einem der zahlreichen Kriege gegen Portugal vollkommen
zerstört und wieder aufgebaut. Im Zentrum sollte
die Kirche Santa Marta (16. Jahrhundert), die über
die Reste einer Kapelle gebaut wurde, mit ihrer gotischen
Granitfassade besichtigt werden.
Als nächstes ist das Dorf Villalba de los Barros
anzutreffen. Dessen Burg galt über viele Jahre
hinweg als Sitz der Herrscher von Feria bis diese
im 15. Jahrhundert in den Palast in Zafra zogen. Die
Burg ist mit Sicherheit einen Besuch wert. Sie wurde
im Jahre 1418 von D. Gomez Suárez de
Figueroa, dem ersten Herzog von Feria, erbaut. Daneben
rühmen sich die Bewohner mit ihren vortrefflichen
Weinen.
In der Region existieren zahlreiche Spuren römischer
bzw. arabischer Einflüsse. So auch in Fuente
del Maestre, das nach der Rückeroberung zunächst
dem Maestre-Orden angehörte und schließlich
unter der Herrschaft des Santiago-Ordens zur Komturei
ernannt wurde. Der gegenwärtige Name stammt von
Maestre Lorenzo Suarez de Figueroa.
Auf der Plaza del Corro bezeugen der Mudejar-Palast
des Gran Maestre und der berühmte Corro-Brunnen
die Anwesenheit der anderen Kulturen. Im La Casa Consistorial,
ein Gebäude aus dem 18. Jahrhundert, ist der
malerische Säulengang nicht zu verpassen. Die
Kirche Candelaria wurde auf die Gemäuer einer
zuvor an dieser Stelle stehenden Kirche errichtet.
Es handelt sich hierbei um ein Kunsthistorisches Monument.
Ebenfalls einen Besuch wert, ist das San Francisco-Kloster,
aus dem 16. Jahrhundert.
An dem ursprünglichen Weg zwischen Merida,
und Jerez de los Caballeros gelegen, siedeln Menschen
in einem Bergdorf La Parra. Der lebendigste Fleck
des Ortes ist die Plaza Mayor. Hier glänzen das
Rathaus mit seinen Säulenvorbauten aus im Mudejar-Stil
gehaltenen Ziegelstein-Rundbögen und die Kirche
Ntra. Sra. de la Asunción.
Das ehemalige Klarissenkloster (17. Jahrhundert) ist
bis heute erhalten. Eine Wallfahrtskapelle des San
Juan, die im 16. Jahrhundert auf Anordnung des Herzogs
von Feria gebaut wurde vervollständigt das Dorf.
La Parra ist darüber hinaus bekannt und geschätzt
als hervorragender Übungsplatz für Gleitschirmspringer.
Typische Lehmbauten sind in dieser wunderschönen
Landschaft in La Morera, ehemals Carpio de Mérida,
zu bewundern. Am Rande der Siedlung steht die Kirche
San Lorenzo Martir, mit einer Fassade aus Mudejar-Ziegelsteinen.
Von hier aus ist der Blick auf das entfernte Feria
möglich. Auch der Dolmen La Casa del Monje, sicherlich
eines der bekanntesten Bauwerke der Region, liegt
ganz in der Nähe. Die Burg von Feria wurde im
15. Jahrhundert errichtet. Ursprünglich repräsentierte
das Monument das Herrschaftsgebiet von Feria.
Ganz Feria wurde 1970 zum kunsthistorischen Monument
erklärt. Anfang Mai findet das bei Touristen
beliebte Fest La Santa Cruz statt.
Das Dorf Los Santos de Maimona wartet bereits. Etwas
südlicher gelegen unterstand es dem Santiago-Orden.
In der Kirche Ntra. Sra. de los Angeles (16.
Jahrhundert) sind sowohl gotische, als auch Stilelemente
der Renaissance miteinander kombiniert. Die Hauptfassade
wurde im Platereskstil gehalten. Darüber hinaus
sind La Casa de la Encomienda (Komtureigebäude)
und das Rathaus (ehemals Hospital und Concepcion-Kloster)
zu besuchen. Am Dorfrand befindet sich das herrliche
Sanktuarium Ntra. Sra. de la Estrella (18. Jahrhundert),
das die Heiligenstatue der Schutzheiligen des Dorfes
beherbergt.
Über die antike "Via de Plata"
(Silberstrasse) ist Villafranca de los Barros zu erreichen,
das nach der Rückeroberung durch die Christen
in den Besitz des Santiago-Ordens überging und
im 14. Jahrhundert zum Komtureihauptsitz erklärt
wurde. Die makellos weiß angestrichene Kapelle
Coronada aus dem 15. Jahrhundert sticht besonders
hervor. Vortreffliche Weine, Öle und Klöppelspitzenarbeiten
sind typische Produkte des Handwerks.
Entlang des kleinen Flusses Valdemedel liegt Ribera
del Fresno, ein Dorf arabischen Ursprungs, das im
13. Jahrhundert nach der Eroberung durch den Santiago-Orden
zum Komtureihauptsitz wurde. Viele kleine Kapellen
warten auf einen Besuch, wie Virgen del Valle (15.
Jahrhundert) und Christo de la Misericordia (18. Jahrhundert).
Als Besonderheit besitzt die Kirche Ntra. Sra. de
Gracia (14. Jahrhundert) zwei identische Glockentürme.
Weiter entlang des Flusses sowie am Südrand
der Tierra de Barros liegen viele kleine Dörfer.
Überall laden wunderschöne, kleine aufwendig
verzierte Kapellen und Kirchen zum Besuch ein.
Fornacis bzw. Fornace genannt stand unter dem Einfluss
mehrerer Mächte. Beweise hierfür sind die
Burgruine und einige sehr interessante Steinzeitmalereien.
Im Jahre 1234 erklärte der Santiago-Orden Hornachos
zum Komtureihauptsitz und zum Sitz des christlichen
Botschafters. Im Jahre 1610 veranlasste König
Phillip III die Ausbürgerung von ca. 10.000 muslimischen
Bewohnern dieses Gebiets. Das Gebiet um die Burg ist
eine ökologisch wertvolle Naturschutzzone.
Etwa dreizehn Kilometern entfernt liegt Puebla de
la Reina am Ufer des Palomillas. Das Dorf wurde im
13. Jahrhundert durch den Santiago-Orden wieder bevölkert.
Die Kirche Santa Olalla schmückt das ehemals
Puebla de la Jara genannte Dorf mit einer äußerst
schönen Turmfassade. Am Dorfrand steht die Wallfahrtskapelle
Martires San Fabian y San Sebastian,
die ebenfalls im Mudejar-Stil konstruiert wurde.
Palomas liegt etwa 5 km entfernt auf der rechten
Uferseite des Palomillas. Es wird gemunkelt, dass
die Araber diese Siedlung gründeten. Sicher ist
jedoch, dass auch hier der Orden Santiago im 13. Jahrhundert
großen Einfluss hatte. Die Kirche Ntra. Sra.
de Gracia lohnt einen Besuch. Sie wurde im 16. Jahrhundert
erbaut und verfügt über einen ansehnlichen,
aus Ziegelsteinen gebauten Glockenturm. Direkt am
Flussufer steht eine prächtige Mudejar-Brücke,
deren Grundstein die Reste einer alten Römerbrücke
zu sein scheinen.
Das Ziel nach ca. 12 km entlang des Stausees Alange
ist das gleichnamige Dorf. Bereits zu Römerzeiten
waren die hiesigen Thermalbäder weit bekannt.
Die antiken, römischen Bäder des heutigen
kunsthistorischen Monuments sind bis heute mit der
heilenden Kraft des Wassers ein sehr begehrtes und
vielbesuchtes Kurbad in Spanien. Doch auch die Dorfkirche
(15. und 16. Jahrhundert) mit den Mudejar- Elementen
an Fassade und Türmen ist sehenswert.
Die arabische Burgruine am höchsten Punkt des
Ortes verrät die strategische Bedeutung des Standortes
für die muslimischen Herrscher. Zum Schluss
können diverse Steinmalereien in der näheren
Umgebung des Dorfes entdeckt werden.
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