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Unseren ersten Halt machen wir in El Torno, auf den
Bergwiesen der "Tras Sierra". Die Lage des
Dorfes begünstigt wie ein perfekter "Wachturm"
den Blick über das gesamte Jerte-Tal.
Das Dorf ist bekannt für die Herstellung von
Likören und Schnäpsen. In seinen Strassen
treffen wir auf die Kirche Ntra. Sra. de la Piedad,
die im 15. Jahrhundert aus "mamposteria"
(Bruchstein/Mörtelgemisch) und Granitblöcken
gefertigt wurde.
Nicht weit davon entfernt liegt das Dorf Rebollar,
das, auf der rechten Jerte-Seite gelegen, von Kirsch-
und Olivenhainen umgeben ist. Von hier aus ist der
1.587 Meter hohe Berggipfel Pico de Cerbunal zu erreichen,
der uns einen hervorragende Aussicht auf die Täler des Ambroz und Jerte gewährt.
Zurück auf der N-110 führt uns die Strasse
auf der rechten Flussseite Richtung Norden, bis wir
nach Casas del Castanar gelangen. Als religiöses
Gebäude sollte man die San Juan-Kirche und ihren
Rundbogen in der Fassade nicht verachten.
Das nahegelegene, von Oliven- und Kirschbäumen
umgebene Cabrero ist für zwei Dinge bekannt:
Die ausgezeichneten Schnäpse und Liköre
und die strategische Tallage. Die Dorfkirche San Miguel
wurde im 18. Jahrhundert aus "mamposteria"
erbaut.
Nach nur wenigen Kilometern gelangen wir nach Piornal,
Jerte-Ortschaft, die den malerischen Übergang
zum Nachbarlandstrich "La Vera" bildet.
Sie liegt auf einer Höhe von ca. 1.200 Metern
und ist vor allem für ihre gastronomischen Produkte
und der, im Januar und am Tag des "Heiligen Sebastian"
stattfindenden touristisch „wertvollen“
Festlichkeit, "El Jarramplas" bekannt. Die
San Juan-Kirche stammt aus dem 15. Jahrhundert.
Bevor wir erneut zur N-110 zurückkehren machen
wir in Valdastillas halt. Ein Dorf das an der Bergflanke
der "Sierra de San Bartolome;" liegt
und stolz auf seine malerischen, engen Gassen mit
den typischen, rötlichen Lehm-Fachwerk-Häusern
ist. Die in Bruchstein errichtete Dorfkirche Santa
Maria de Gracia stammt aus dem 16. Jh..
Nachdem wir uns am Fluss entlang in Richtung Norden
bewegt haben, gelangen wir zu dem auf der linken Flussseite
liegenden Navaconcejo. Die traditionellen Häuser
reihen sich hier entlang zweier langgezogener Strassen.
Es dominieren die typischen Holzstrukturen, Balkone
und Vordächer. Die beiden wichtigsten Gebäude
sind "La Fabrica", eine ehemalige
Stoffwebefabrik aus dem 17. Jahrhundert und die im
16. Jahrhundert errichtete Kirche Ntra. Sra. de la
Asuncion.
Nicht weit vom Dorf befinden sich zwei herrliche
Landschaftsflecken, die Garganta de San Pedro und
die Picos de Camocho. Ebenfalls nur wenige Kilometer
entfernt liegt Cabezuela del Valle, eine Ortschaft,
die, dank ihrer traditionellen Bauart, zum "Kunsthistorischen
Monument" erklärt wurde. Erneut kombinieren
sich "balcones-secaderos" (Balkone, die
zum trocknen verschiedenster Objekte benutzt werden),
Wandgalerien mit Geländern, Vorbauten und hervorragenden
Holzstrukturen zu einem wunderschönen Gesamtbild.
Der alte verwinkelte Dorfkern, voller kleiner Gassen,
wird von den Einwohnern "La Aldea" genannt.
Die aus dem 16. und 17. Jahrhundert stammende Kirche
San Miguel Arcangel ist besonders erwähnenswert.
Sie wurde höchstwahrscheinlich über eine
noch ältere, im Dorfzentrum liegende, jüdische
Synagoge gebaut.
Auf der N-110 durchqueren wir das Dorf und kommen
zu einer charmanten, den Jerte überquerende,
römischen Brücke. Auf unserem Weg in den
Norden des Tals gelangen wir nach Jerte. Das Dorf
verdankt dem Fluss seinen Namen. Es ist von unzähligen
Grossgärten, Weideflächen und, vor allem,
Kirschbaumplantagen umgeben. Im Dorfzentrum befindet
sich die Gemeindekirche Ntra. Sra. de la Asuncion
(aus dem 18. Jh.) und das "Barrio de los Bueyes"
(Ochsenviertel), ein Altstadtviertel, das den Grossbrand
im Unabhängigkeitskrieg von 1809 überstand.
In der Nähe liegt das Naturschutzgebiet Garganta
de los Infiernos, ein Paradies an beeindruckender
Flora und Fauna. In Jerte wird einer der besten Alabaster
der Region hergestellt. Am nördlichsten Punkt
des Tals und genau an der Quelle des Jerte gelegen,
stossen wir auf Tornavacas.
Zwischen den Bergzügen Sierra de Bejar
und Gredos gelangen wir hier an die Grenze zur Nachbarregion
Castilla y Leon. Auch finden wir erneut die
typischen Berghäuser und, vor allem, eine atemberaubende
Aussicht über das gesamte Tal. Aus dem 15. Jh.
stammt die zum "Kunsthistorischen Monument"
erklärte barrocke Kirche der Asuncion.
Bis zur Zeit des Leon-Königs Ramiro II,
hiess das Dorf Villaflor de las Cadenas.
Nur wenige Kilometer weiter gen Norden gelangen wir
an den berühmten Tornavacas-Pass, eine Art "Naturbalkon"
als Aussichtspunkt zur Betrachtung des Jerte-Tals
und anderer Naturgebiete der Extremadura .
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