Wie
beginnen unsere Route in Villanueva de la Sierra,
Ortschaft, die den Südzugang zum Hurdes-Landstrich
bildet und werden als Hauptverkehrsader die Landstrasse
Ex-204 benutzen, welche Coria mit dem salmantinischen
Bejar verbindet.
Diese Landstasse wird uns in die wichtigsten Orte
der Hurdes führen, in denen wir die nahegelegenen,
in die Berglandschaft integrierten Landhäuser
besuchen können.
Der erste Ort unserer Reise ist, das auf der Ex-204
nur wenige Kilometer von Villanueva de la Sierra gelegene
Ovejuela, von wo aus es auch nicht mehr weit bis Pinofranqueado
ist.
In Ovejuela erwarten uns großartige Hurdes-
Landschaften; kleine Flüsse, reine Naturbäder,
üppige Eich- und Tannenwälder, Kastanienhaine
und Farngewächse. Ein Besuch der Ursprungsquelle
des Flusses Río de los Ángeles, mit
seinem berühmten "Chorro" ist zu empfehlen.
Noch bevor wir in den Ort gelangen bilden der namensgleiche
Fluss Ovejuela und das Landhaus eine fotographische
Traumlandschaft.
Auch der Weg zum in der Gegend sehr bekannte "Chorrituelo",
der den Ursprungsort des Flusses Ovejuela darstellt,
ist ausgeschildert.
Wir kehren zur Ex-204 zurück um Pinofranqueado
kennenzulernen. Es handelt sich hierbei um eines der
wichtigen Bevölkerungszentren der Hurdes- Region,
das im Frühling und Sommer aufgrund seines enormen,
über dem Río de los Ángeles gelegenen
Naturschwimmbades, viel besucht wird. Ganz in der
Nähe finden wir einen ausgezeichneten Camping-Platz,
eine Natur wie gemalt und gute Restaurants.
Auf seinem Plaza Mayor können wir die im 18
Jh. modifizierte Gemeindekirche Ntra. Sra. de Encina
betrachten. Die im August stattfindende Festlichkeit
"La Enramá" ist auf regionaler Ebene
als "touristisch wertvoll" eingestuft. Am
Flussufer des Río de los Ángeles und
ganz in der Nähe des bereits erwähnten Ovejuela
gelegen, sollten man das Landgut Sauceda besuchen.
Um den Fluss Esparabán herum ist ein bedeutender
Kern kleiner und attraktiver Landhäuser zu bewundern:
Robledo, Muela und Avellanar, mit einer einladenden
Naturbadestelle.
Gen Norden zieht uns die Schönheit und Ruhe
weiterer dreier Landsitze: Castillo, Horcajo und Erías.
Alle drei erhalten malerische kleine Brücken
und Holzbalkone. In dem attraktiven kleinen Dorf Erías
treffen wir einen durch einen beeindruckenden Bogen
führenden, nostalgischen Dorfeingang an. Es handelt
sich dabei um eine aus der Frühgeschichte stammende
Festung. Noch ein kleines Stück weiter Richtung
Norden stoßen wir auf den letzten Landsitz der
Gegend: Aldeahuela. Hier ist der Landstrasse, die
uns durch dieses unbeschreibliche Tal führt,
ein Ende gesetzt. In ihm können wir wahrscheinlich
eines der besten Beispiele der traditioneller Volksbauart
im Hurdes-Gebiet beobachten.
Unser Weg führt uns erneut zurück zur Ex-204
um in Caminomorisco, einem der größeren
Bevölkerungskerne der Hurdes, halt zu machen.
Besonders auffällig sind seine zahlreichen Holzbalkone
und Holzvordächer.
Nicht weit davon entfernt befindet sich Chorreón
del Tajo; ein Dorf in das man über einen Tannenwaldweg
gelangt und bei dem der Fluss Alavea oder Acena
seiner Quelle entspringt. Über diesem, im näheren
Umkreis von Caminomorisco, finden wir eine hervorragende
Naturbadestelle. Die charakteristische Bauweise der
Hurdes- Gegend, bei der man Lehm, Holz und den so
typischen Schiefer verwendet, findet in dem Dorf Casar
de Palomero der Extremadura einen hervorragenden Repräsentanten,
in dem vor Jahrhunderten die drei großen spanischen Kulturen
– Juden, Araber und Christen –
in Harmonie zusammenlebten. Die drei entsprechenden
Dorfviertel sind noch erhalten.
In Casar de Palomero finden wir zwei interessante
aus dem 18. Jh. stammende Kirchen: El Espiritu
Santo und La Inmaculada Concepcion.
Nicht weit vom Dorf entfernt verläuft der Fluss
Rio de los Angeles, der im optischen
Gegensatz zu einem der größten Olivenanbaugebieten
Extremaduras steht, das sich bis hin zu den beiden
Ortschaften La Pesga und Rivera Oveja erstreckt, welche
an der Landstrasse Ex-204 liegen und sich ganz in
der Nähe des La Pesga- Staudammes befinden. Dieser
ist ein ausgezeichnetes Ziel für Sport- und Hobbyangler.
In den Landsiedlungen nahe dem Dorf Caminomorisco,
Azabala, Cambron, Dehesilla, Huerta und Mesegal,
können wir erneut die wunderschöne und interessante
volkstümliche Bauart der Hurdes-Region beobachten.
Das nächste Dorf auf unserer Route ist Cambroncino,
in dem wir das interessanteste religiöse Bauwerk
des gesamten Hurdes- Landstriches betrachten können,
die Kirche Santa Catalina, die volkstümlich auch
"Las Lastimas" (Kirche der Leiden) genannt wird. Ihr Bau wurde Ende des 17 Jh. begonnen
um Anfang des 18. Jh. fertiggestellt zu werden. Sie
besitzt eine interessante, klassizistische Fassade.
Das wichtigste rurale Zentrum der östlichen
Hurdes- Region bildet Nunomoral, Ortschaft
zu der man von dem an der Ex-204 gelegenen Vegas de
Coria gelangt. Im letzteren finden wir, über
dem Fluss Hurdano, eine der größten Naturbadestellen
der gesamten Umgebung.
Nunomoral liegt im Herzen des an den Hurdano
grenzenden Gebirgsmassivs der Hurdes. Es ist das Verwaltungszentrum
für insgesamt 11 Landsiedlungen. Die nahe dem
Rathaus gelegene Dorfkirche ist aus Bruchsteinmauerwerk
gefertigt. Von hier aus teilt sich unsere Route, zum
einen, Richtung Norden und zum anderen, Richtung Westen.
Über den Miancera- Weg können wir El Gasco,
mit seinem beeindruckend hohen Wasserfall, besuchen.
Der Weg führt uns danach über den Zusammenfluss
der beiden Flüsse Hurdano und Malvellido, an
dem sich die Landsiedlung El Cerezal befindet.
Richtung Nordosten besuchen wir Martilandran,
Landsitz der wir durch das Überqueren der Sierpe-Schlucht
erreichen und die Landsiedlung Fragosa, deren Häuser
an steilen Berghängen gebaut wurden, unter denen
der Fluss Malvedillo seiner Wege zieht. Nicht weit
davon finden wir das religiöse Beistandszentrum
Cotolengo, das einen wahrhaftigen Naturbalkon der
Umgebung bildet.
Nur eine halbe Stunde von El Gasco entfernt entdecken
wir den Wasserfall der Miancera, der höchste
der gesamten Hurdes- Region. Erneut von Nunomoral
ausgehend, verfolgen wir den Lauf des Flusses Hurdano
und gelangen nach Casares de las Hurdes. Auf dem Weg
kommen wir an Asegur vorbei, eine der schönsten
Landsiedlungen der Gegend, die hauptsächlich
mit den typischen Baumaterialien Schiefer und Bruchstein
gebaut ist.
Von der Landstrasse zwischen Asegur und Casares de
las Hurdes aus, können wir in den bewaldeten
Bergen die nahegelegenen Landsiedlungen Casarrubia,
Huetre, Cabezo, Robledo und Carabusino sehen.
Ganz in der Nähe liegen die malerische Ursprungsquelle
des Hurdano und die beiden Berggipfel Rayado und Bodoya.
Weiter Landsiedlungen in der Umgebung von Nunomoral
sind El Rubiaco, Horcajada und La Batuequilla.
Nicht weit von Casares de las Hurdes entfernt befindet
sich Riomalo de Arriba, das noch immer einen Großteil
des attraktiven und typischen Hurdes- Baustils, bei
dem sich schwarze und graue Steine mischen, erhält.
Ebenso in Ladrillar, Ort in dem Gebäude und umliegende
Natur auf eine sehr besondere Art und Weise ineinander
übergehen. Die Dorfstruktur verleiht seinen Straßen
einen besonders labyrinthartigen Anblick.
Ganz in der Nähe, Richtung Las Mestas kommen
wir an dem Kloster Las Batuecas vorbei, das an einem
wunderschönen, ruhigen Flecken, zwischen Wäldern
und klaren Flüssen liegt. Las Mestas ist dank
seines Honigs spanienweit bekannt. Das Dorf befindet
sich nur wenige Kilometer von der Ex-204 entfernt
und ist von einer unbeschreiblich schönen Natur
umgeben. Die erwähnte Landstraße führt
uns auch zu unserem Routenziel, der bezaubernden und
einladenden Landsiedlung Riomalo de Abajo. Der Ort
liegt genau an der Grenze zur Nachbarregion Castilla
y Leon und besitzt eine beeindruckende landschaftliche
Vielfalt, aus der die malerischen Flusskrümmungen
des Alagon und die kristallklaren Gewässer
des Ladrillar – Zufluss des Alagon –
sich hervortun.
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