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Ausgangspunkt dieser Rundreise ist das unmittelbar
an Huelva und Sevilla grenzende Monesterio. Wurstwaren
und Schinken
verliehen Monesterio einen unanfechtbaren Ruf in und
ausserhalb der Extremadura. Jedes Jahr zu Beginn des
Septembers wird der viel besuchte Dia del Jamon (Tag
des Schinkens) gefeiert. Nach der Eroberung der Zone
durch den Santiago-Orden, wird Monesterio aufgrund
seiner strategischen Lage zu einem bedeutenden Verteidigungsstützpunkt,
und somit Komtureisitz des Ritterordens. Die Kirche
San Pedro Apostol wurde im 16. Jahrhundert in Gotik
und Renaissance erbaut.
Die Rundreise entfernt sich von der Via de Plata
(Silberstrasse), um das malerische Dorf Montemolin
kennenzulernen, die letzte arabische Bastion vor der
entgültigen Vertreibung aus der Extremadura.
Der an die Campina Sur grenzende Ort besitzt noch
heute die Ruine einer bedeutenden, ursprünglich
arabischen Festung, die von den christlichen Truppen
des Santiago-Ordens rekonstruiert wurde. Die Wallfahrtskapelle
Ntra. Sra. de la Granada bzw. de Santiago ist ein
Bauwerk des 14. Jahrhunderts (Gotik/Mudejar) und die
Kirche Ntra. Sra. de la Concepcion des 16. Jahrhunderts
(Renaissance).
Nur wenige Kilometer südlich von Montemolin,
befindet sich Pallares. Das Dorf liegt bereits zwischen
den Ausläufern der Sierra Morena und war im Mittelalter
ein strategisch wichtiger Standort. Sowohl für
Araber als auch Christen. In dem kleinen, malerischen
Ort ragt die Kirche Santa Maria Magdalena hervor.
Etwas weiter im Süden, genau an der Grenze zu
Sevilla, liegt Santa Maria de la Nava La Zapatera.
Das damals Hoya de Santa Maria genannte Dorf verdankt
seine Gründung im 13. Jahrhundert dem Ordensmeister
Pelay Perez Correa. Die Kirche Santa Maria wurde aus
Bruchstein errichtet.
In unmittelbarer Nähe – ebenfalls am Rande
der Siera Moreno und nahe der Campina Sur –
liegt Puebla del Maestre. Den Namen hat das Dorf vom
Maestre (Ordensmeister) des Santiago-Ordens Alonso
de Cardenas, der hier im 15. Jahrhundert einen vorrübergehenden
Wohnsitz hatte. Noch heute existiert eine Turmruine
seiner Burg.
Nun geht es auf der A-66 nach Fuente de Cantos. Die
berühmte Wallfahrt Romeria de San Isidro, am
15. Mai, ist regional unter Touristen beliebt, ebenso
wie das Fest Chanfaina am letzten Aprilsonntag jeden
Jahres. Die Kirche Ntra. Sra. de la Granada besitzt
einen Säulengang über der Hauptfassade und
einen von Gonzalez del Castillo gefertigten barocken
Altar. Empfehlenswert ist der Besuch des Klosters
der Karmeliter (17. Jahrhundert) und der Wallfahrtskapelle
Ntra. Sra. de la Hermosa, Schutzheilige des Ortes
(18. Jahrhundert). Das Geburtshaus des Malers Zurbaran
kann ebenfalls besichtigt werden. Nach wenigen Kilometern
auf der N-630 ist Calzadilla de los Barros zu erreichen.
Das im Mittelalter gegründete Dorf, gehörte
dem Santiago-Orden an. Die Kirche Divino Salvador
(15. Jahrhundert) besitzt einen Altar mit 28 Gemälden.
Darin mischen sich Stilelemente der Gotik und Renaissance.
Er wird als einer der besten der gesamten Extremadura
angesehen.
Die Ortschaft Medina de las Torres liegt weiter nördlich
und wurde vermutlich über der Römersiedlung
Contributa Iulia Obultuniacum erbaut. Den Name Medina
erhielt sie in arabischer Zeit. Nach der Rückeroberung
durch die christlichen Templer-Ritter wurde es vorrübergehend
zum Komtureisitz dieses Ordens. Später wurde
es ein Teil des Herrschaftsgebietes des Herzogs von
Olivares und des Herzogs von Osuna. Die Kirche Ntra.
Sra. del Camino stammt aus dem 15. Jahrhundert und
besitzt ein wunderschönes platereskes Portal.
Inmitten der Gebirgszüge von Las Casitas, Mora
und Atalaya befindet sich weiter im Westen Atalaya.
Das Dorf gehörte ehemals den Templern. Die heutige
Kirche Ntra. Sra. del Camino besitzt einen Teil, der
sich an einen ehemaligen Verteidigungsturm aus dem
15. Jahrhundert stützt. Der Name des Ortes ist
auf seine strategische Lage unter der arabischen Herrschaft
zurückzuführen (Atalaya = Verteidigungsturm).
Ganz nahe befindet sich Valencia del Ventoso, das
in den südlichen Gebirgszügen der Zone liegt.
In früheren Zeiten wurde das Dorf auch Valencia
del Alba Real oder Valencia del Barreal genannt. Eine
Sehenswürdigkeit ist die Palastburg aus dem 15.
Jahrhundert (im 16. Jahrhundert fertiggestellt), die
von dem Komtur des Santiago-Ordens, Rodrigo de Cardenas,
in Auftrag gegeben wurde. Die Kirche Ntra. Sra. de
la Esperanza (15. Jahrhundert) hat einen Mudejar-Glockenturm.
Weitere sehenswerte Gebäude sind die beiden Wallfahrtskapellen
Ntra. Sra. del Valle und La Piedad.
Auf halbem Weg zwischen Segura de Leon und Fregenal
de la Sierra liegt Bodonal de la Sierra, ehemaliges
Bodeguinal. Der Name hat seinen Ursprung in dem Wort
bodega, dank der zahlreichen Weinkeller, die hier
zu finden waren (Weinkeller = bodega). Bekannt sind
die capeas (Stierspiele), die jedes Jahr im September
auf dem Plaza Mayor stattfinden. Die Kirche San Blas
stammt aus dem 16. Jahrhundert, während die Kapelle
Ntra. Sra. de Guia und das Flores-Sanktuarium auf
das 13. Jahrhundert zurückzuführen sind.
Letzteres wurde zu einem späteren Zeitpunkt im
Barockstil reformiert.
Segura de Leon ist eine malerische Ortschaft aus
der Frühgeschichte. Zeugnis dieser Zeit ist der
berühmte Segura-Schatz. Das Dorf liegt zu Füssen
einer beeindruckenden Burg aus dem 14. Jahrhundert.
In der Kirche Ntra. Sra. de la Asuncion sind Funde
der Umgebung aus westgotischer Herrscherzeit ausgestellt.
Die Kirche selbst wurde im 13. Jahrhundert erbaut,
um in den Jahrhunderten XVI und XVIII Abänderungen
zu erfahren.. Das Rathaus ist ein Bauwerk aus dem
16. Jahrhundert und besitzt einen schönen Säulengang.
Das Kloster Cristo de la Reja (16. Jahrhundert) –
auch Kloster San Benito genannt – weist einen
interessanten Klosterhof in Mudejar-Stil auf. Die
capeas (Stierspiele) in der zweiten Septemberhälfte
sind in der ganzen Extremadura bekannt.
Der Ort Fuentes de Leon ist von herrlichen dehesas
umgeben. Der Ort wurde von den arabischen Eroberern
gegründet. Nach der reconquista (Rückeroberung)
ging es in den Besitz des Santiago-Ritterordens über
(13. Jahrhundert). Die Burg Castillo del Cuerno ist
den Arabern zu verdanken und die Kirche Ntra. Sra.
de los Angeles (15. und 16. Jahrhundert) ist in gemischten
Stilen Gotik und Mudejar gestaltet worden.
Östlich von Fuentes de Leon und inmitten der
Sierra de Tentudia ist Cabeza de la Vaca zu erreichen.
Der vor allem für seine Iberischen Wurst- und
Schinkenprodukte bekannte Ort, verdankt seinen Namen
vermutlich dem Santiago-Ordensmeister Pedro Fernandez
de Vaca. Das Dorf besitzt wunderschöne Häuser,
die den hier typischen Baustil darbieten. Es existiert
ein rollo (Prangerpfahl, 16. Jahrhundert) auf dem
von Säulengängen umgebenen Platz. Die Kirche
Ntra. Sra. de los Angeles (15. Jahrhundert)
besitzt eine schöne Renaissance-Fassade.
Calera de Leon, das arabische Al-Casera, liegt zu
Füssen des 1.104 Meter hohen Berges Pico de Tentudia.
Unter arabischer Herrschaft gegründet, wurden
die Bewohner später durch den Santiago-Orden
zum Christentum bekehrt. Aufgrund der günstigen,
strategischen und religiösen Bedeutung der Zone
wurde Calera de Leon zum Obersten Komtureisitz
des Santiago-Orden. Erst im 16. Jahrhundert wurde
dieser in die Stadt Merida verlegt. Aus dem selben
Jahrhundert stammt das Kloster Santiago, das über
das alte Priorat und den Vikariatspalast gebaut wurde.
Der Klosterhof mit der doppelstöckigen Säulengalerie
ist eine Perle der noch gotisch beeinflussten Renaissance.
Unmittelbar neben der Kirche steht die Kirche Santiago
el Mayor.
Nur wenigen Kilometer von Calera de Leon entfernt
ist eines der sinnbildlichsten Sanktuarien der Extremadura:
Das Kloster Ntra. Sra. de Tentudia. Es wurde zum Andenken
an den wichtigen Sieg über die arabischen Truppen
errichtet, an dem, gemäß der Legende, die
Jungfrau Maria beteiligt war. Die christlichen Soldaten
baten die Heilige darum, den Kampftag zu verlängern,
um die bereits geschwächten islamischen Krieger
entgültig besiegen zu können. Jedes Jahr
am Septemberanfang findet dort die traditionelle Wallfahrt
nach Tentudia statt. Das einer Festung ähnelnde
Kloster wurde im 13. Jahrhundert erbaut und verfügt
über einen herrlichen Mudejar-Hof (aus Ziegelstein)
und einen mit Kacheln verzierten Altar aus dem Jahre
1518. Dort befindet sich außerdem die Grabstätte
des Santiago-Ordensmeisters Pelay Peres Correa. Von
diesem mehr als 1.100 Meter hohen gelegenen Fleck,
kann die unvergleichliche Landschaft der Tentudia
mit der reichen Flora und Fauna betrachtet werden.
Die hohe Lage erlaubt eine besonders weite Sicht.
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