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Die erste Routenortschaft, Oliva de la Frontera,
stammt vermutlich noch aus dem Jahrhundert vor der
Römerherrschaft in der Extremadura. Von hier
aus wird die Tour entlang des Grenzgebietes zu Portugal,
bis zur Provinzhauptstadt Badajoz führen. In
Oliva de la Frontera können die Spuren zahlreicher
Kulturen entdeckt werden. So besitzt beispielsweise
die Wallfahrtskapelle Ntra. Sra. de la Gracia (15.
Jahrhundert) – am höchsten Punkt der Ortschaft
gelegen – einen Barockturm aus dem 18. Jahrhundert
und gleichzeitig ein gotisches Eingangsportal. Die
Kirche San Marcos (18. Jahrhundert) ist dagegen in
neoklassischem Stil gehalten. Von dem Plaza Mayor
und dem Paseo de las Palmeras, bis hin zur bereits
erwähnten Wallfahrtskirche wird während
der Osterwoche der Kreuzgang Christi aufgeführt.
Die Darsteller sind die Bewohner des Dorfes. Diese
Theateraufführung ist von der Tourismuskammer
der Extremadura als ein für Touristen sehr interessantes
Schauspiel eingestuft worden.
Valencia del Mombuey – auch Valencita genannt
befindet sich im Dreiländereck zwischen dem portugiesischen
Alentejo (2 km), der Extremadura
und der spanischen Nachbarprovinz Huelva (Andalusien).
Sehenswürdigkeiten sind Plaza Mayor, Rathaus
und Kirche Purisima Concepcion (14.-18. Jahrhundert).
Bis heute kann das Gebäude des ehemaligen Palastes
des Marquis de Valdeterrazo besichtigt werden.
Villanueva del Fresno ist von hügeligen Steineichenwäldern
umgeben, die größtenteils zur Aufzucht
der Iberische
Schweine genutzt werden. Auch gibt es dort eine
Vielzahl an Kohlemeilern. Das Grenzdorf liegt dem
Dorf Alentejano Mourao gegenüber. Vermutlich
ist der Ursprung von Villanueva del Fresno auf das
13. Jahrhundert zurückzuführen, als der
Templer-Orden dieses Gebiet den islamischen Herrschern
entriss. Allerdings wurden auch Reliquien verschiedener,
frühgeschichtlicher Kulturen und römische
Ruinen, wie sogar einige Steinzeitdolmen gefunden.
Ferner bestehen heute noch Überreste einer mittelalterlichen
Burg, die im 17. Jahrhundert zerstört wurde.
Auf deren herrlichen und malerischen Hauptplatz steht
die neoklassische und weißgetünchte Kirche
Inmaculada Concepcion, eine Rekonstruktion aus dem
18. Jahrhundert. Das Rathaus besitzt einen schönen
Säulenvorbau, auf dem Dorfplatz steht eine Bühne
für die Dorfkapelle. Eine nahegelegene Wallfahrtskapelle
ist Cristo de la Expiracion gewidmet.
Etwas weiter im Norden, wo der Fluss Guadiana die
Grenze zwischen portugiesischem Aletejo und spanischer
Extremadura bildet, liegt die Ortschaft Cheles, in
der bis heute die Reste des Casa Palacio de los Condes
de Via Manuel zu betrachten sind. Eine Besonderheit
ist der Verbindungsbogen zwischen dem Palastgebäude
und den dazugehörigen Gartenanlagen. Am höchsten
Punkt des Dorfes steht die Kirche Purisima Concepcion,
aus dem 18. Jahrhundert, die mit portugiesischem Marmor
gestaltet wurde.
Alconchel liegt wieder etwas weiter in der Extremadura,
jedoch nur wenige Kilometer von der Raya entfernt.
Dieses Weiße Dorf besitzt eine gewaltige Burg,
das Castillo de Miraflores, deren Ursprung auf die
arabische Herrschaftszeit zurückzuführen
ist. Die Burg wird auch Coluche genannt. Der mittelalterliche
Ort wurde vom portugiesischen König Alfonso I
und durch den Templer-Orden besiedelt. Später
ging er in den Besitz des Alcantara-Ordens und verschiedener
Herrscherfamilien der Extremadura über. Die Kirche
Ntra. Sra. de los Remedios (16. Jahrhundert) ist ein
Mischwerk der Gotik und Renaissance. Am Plaza Mayor
befindet sich das Rathaus, mit wunderschönen
Laternen. Noch heute existiert eine mittelalterliche
Brücke, die über den Fluss Alconchel führt.
Am Hang eines flachen Gebirgszuges befindet sich,
nicht weit von Alconchel entfernt, das Dorf Taliga,
welches bis zum Jahre 1801 zu Portugal gehörte.
An der Kirche Asuncion kann man den portugiesischen
Stileinfluss erkennen. Das malerische Weiße
Dorf ist von weitläufigen Stein- und Korkeichenwäldern
umgeben.
Nach einer Fahrt durch enorme "dehesas"
mit zahllosen Stein- und Korkeichen wird Olivenza
erreicht, ein im 13. Jahrhundert durch den Templer-Orden
gegründetes Dorf. Ebenso wie viele andere Dörfer
im heutigen Grenzgebiet zwischen Portugal und Spanien,
wechselte es, aufgrund der häufigen Grenzstreitigkeiten,
mehrfach seine Staatsangehörigkeit. Das kunsthistorische
Erbe wurde selbstverständlich von beiden Kulturen
beeinflusst. Mehrere bedeutende Militär- und
Zivilgebäude, aber auch Kirchen, die Stilelemente
der portugiesischen und spanischen Kunstepochen aufweisen,
prägen das Ortsbild. Der Bau der Verteidigungsmauer
und der Burg, die einen gewaltigen Burgturm aus dem
15. Jahrhundert besitzt, wurde vom portugiesischen
König Juan II in Auftrag gegeben. Noch heute
sind einige Tore in der alten Mauer zu sehen. Unter
den Adelshäusern fällt der Palast der Herzoge
von Cadaval auf, der heute als Rathaus in manuelinischem
Stil genutzt wird. Interessant ist auch die Panaderia
del Rey (königliche Bäckerei). Das Museo
Municipal Etnografico Gonzalez Santana ist eines der
besten völkerkundlichen Museen der Extremadura.
Die klassische Kirche Santa Maria del Castillo (16.
und 17. Jahrhundert) und die einzigartige manuelinische
Kirche Magdalena (16. Jahrhundert) sind zwei religiöse
Sehenswürdigkeiten Olivenzas. Die Straßen
der Stadt führen an zahlreichen, malerischen
Privathäusern vorbei, von denen einige Stilelemente
des Neomudejar bzw. der Neoklassik aufweisen. Das
Dorf ist von schönen Winkeln geradezu übersät.
Ca. 10 km entfernt liegt die berühmte Ajuda-Brücke,
die in der Vergangenheit Portugal und Spanien über
den Fluss Guadiana verband.
Das nächste Dorf ist Valverde de Leganes. Der
im 13. Jahrhundert gegründete Ort liegt nur wenige
km von Olivenza und dem Piedra Aguda-Stausee entfernt.
Hier wurde im Unabhängigkeitskrieg die bekannte
Schlacht von La Albuera vorbereitet. Die Kirche San
Bartolome wurde zwischen den Jahrhunderten XVI und
XVIII erbaut. Am Ortsrand, inmitten eines herrlichen
Naturgebietes, befindet sich das ehemalige Franziskanerkloster
Madre de Dios (16. Jahrhundert).
Die Rundreise führt weiter durch die malerischen,
kleinen und einladenden Ortschaften San Rafael de
Olivenza, San Jorge de Alor, San Benito de la Contienda
und Villareal. Die Dörfer befinden sich in der
Nähe des Flusses Guadiana mitten in der atemberaubenden
Naturlandschaft mit interessanter Fauna.
Nach nur 20 km erreicht die Tour bereits das Endziel:
Die Stadt Badajoz. Die am Fluss Guadiana liegende
Stadt wurde im 9. Jahrhundert vom arabischen Herrscher
Ibn Marwan gegründet. Nach dem Fall des Kalifats
von Cordoba erlangte Badajoz, als Zentrum des hiesigen
Taifa-Königreichs, enorme politische, wie auch
militärische Bedeutung. Nach der Eroberung durch
den König von Leon, Alfonso IX, war die Stadtbevölkerung,
aufgrund der Nähe zum oftmals feindlichen Alentejo
(Portugal), dazu verbannt innerhalb ihrer Verteidigungsmauern
zu leben. Die Alcazar (1931 zum Kunsthistorischen
Monument erklärt) ist von einer gewaltigen Verteidigungsmauer
aus der Almohaden-Epoche umringt. Unter den Wachtürmen
(Atalayas) ragt der Espantaperros-Turm heraus. Innerhalb
dieser Mauer befindet sich der Palacio de los Duques
de la Roca (16. Jahrhundert), in dem heute das Museo
Arqueologico Provincial (Provinzmuseum der Archäologie),
mit Exemplaren verschiedener Geschichtsetappen untergebracht
ist.
In unmittelbarer Nähe der Festungsmauern liegt
der Plaza Alta und der Plaza San Jose, beide mit Mudejar-Säulenvorbauten
und malerischen Gässchen, die von den Plätzen
abgehen. Die einer Festung ähnlichen Kathedrale
verfügt über Stilelemente der Gotik, Renaissance
und des Barock. Sie beherbergt ein interessantes Museum
mit bemalten Holztafeln, Alabasterwerken, Elfenbein-
und Goldschmiedestücken aus dem 16.-19. Jahrhundert.
Bollwerke, Festungen, Gräben, etc. bilden die
beeindruckenden Vauban-Stadtmauern, die noch heute
zu einem Großteil erhalten sind. Puerta Pilar
und die Puerta Palmas sind zwei der zahlreichen Stadttore.
Die Puente de Palmas (Palmas-Brücke) führt
über den Rio Guadiana und durch das bereits erwähnte
Puerta de Palmas-Tor in die Altstadt. In der Altstadt
gibt es zahlreiche interessante Kirchen und Klöster.
Die Kirche Soledad bewahrt die Figur der Schutzheiligen
von Badajoz auf. Ferner ist hier der Eingang zum Museo
de Bellas Artes (Kunstmuseum).
Außerdem empfehlen wir einen Besuch des M.E.I.A.C.
(Museo Extremeño e Iberoamericano de Arte Contemporáneo),
ein Ort der Modernen Künste, in dem erstklassige
Avantgard-Schöpfungen zu bewundern sind. Sowohl
das Karnevalsfest, als auch die herrliche Osterwoche,
sind unter Touristen sehr beliebt.
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