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Die Stadt Caceres wurde laut Überlieferungen
von Caius Norbanus Flacus als die römische Norba
Caesarina gegründet. Im Mittelalter war sie ein
wichtiger Standort der Araber, bis sie im April des
Jahres 1229 entgültig an die Macht der christlichen
Truppen des Königs Alfonso IX überging.
Um in die Altstadt zu gelangen müssen der Arco
de la Estrella (Sternenbogen) durchschritten und die
beiden Türme Torre de los Pulpitos und Torre
Nueva passiert werden.
Die Stadt Caceres besitzt einen bewundernswerten Altstadtkomplex
der zum Weltkulturerbe erklärt wurde. Hervorzuheben
sind der gewaltige Plaza Mayor und das Foro de los
Balbos. Um Ersteren reihen sich das Rathaus, die Kapelle
La Paz, der Turm Bujaco und Überreste der arabischen
Almohaden-Stadtmauer (12. Jahrhundert).
Von den zahlreichen Gebäuden in der mittelalterlichen
Altstadt stechen (historisch wie schmuckvoll) La Casa
de los Toledo Moctezuma, der Godoy-Palast, die Kirche
Santiago und La Casa de Carvajal hervor. Die Kathedrale
Santa Maria, die noch aus der Übergangszeit zwischen
Romanik und Gotik stammt, besitzt einen bereits von
der Renaissance beeinflusstes Chorgestühl. Auch
der Glockenturm weist Elemente dieses Kunststils auf.
Gegenüber befinden sich der Bischofspalast und
der Palast des Hernando de Ovando. Weiter Paläste
sind Mayoralgo und die Residenz der Golfines de Abajo
(16. Jahrhundert). Von der Plaza de San Jorge –
Schutzheiliger von Caceres – aus, ist die Kirche
San Francisco Javier und die ehemalige Jesuiten-Residenz
zu sehen.
Auf dem Weg in die hohe Altstadt stehen weitere interessante
Zivilgebäude: La Casa de los Becerra, La Casa
de los Caceres-Andrade und das Mudejar-Haus (Casa
Mudejar), einziges Mudejar-Gebäude der gesamten
Altstadt. Um den Plaza de San Mateo befinden sich
La Casa del Sol, La Casa del Aguila, die Kirche San
Mateo und das Kloster San Pablo. Die Calle Ancha,
die Verbindungsstraße zwischen dem Plaza de
San Mateo und dem Tor Merida (Puerta de Merida), ist
ebenfalls mit interessanten kunsthistorischen Bauwerken
geschmückt. So z.B. La Casa de los Sres. de Torreorgaz,
der heutige Parador de Turismo. Sie führt zum
Plazuela de Santa Clara (kleiner Platz), der nach
dem Santa Clara-Kloster benannt wurde.
Nahe dem Plaza de San Mateo befindet sich der Plaza
de las Veletas. Auch hier stehen einige sehenswerte
Gebäude: La Casa de las Cigüenas (heute
ein spanisches Militärgebäude), La Casa
Palacio de los Aljibes, bzw. de las Veletas, das heutige
Provinzmuseum der Stadt Caceres. Ebenso ist das La
Casa de los Caballos neben dem Museum mit Gemälden
und Skulpturen einen Besuch wert. Von der Plaza de
las Veletas aus kann man zwei Richtungen einschlagen.
Entweder ins alte jüdische Viertel Barrio de
San Antonio oder vorbei am Palast der Golfines de
Arriba nach El Adarve.
Auch außerhalb der mittelalterlichen Stadtmauern
gibt es zahlreiche erwähnenswerte Gebäude:
Die Kirche San Juan, das Kloster San Francisco, der
heutige Sitz des Kulturvereins El Brocense und die
Kirche Espiritu Santo. Im Sanktuarium Ntra. Sra. de
la Montana verehren die Menschen das Bildnis der Schutzheiligen
der Stadt Caceres. Wir empfehlen ferner einen Besuch
des Forschungszentrums der Maltravieso-Höhle,
wo Funde und Wandmalereien aus der Altsteinzeit geborgen
wurden. Weitere Museen
sind das Museo Casa Pedrilla y Guayasamín und
das Museo de Masa Solis. Die Osterwoche ist auch ein
beliebtes Highlight für Touristen.
An der Nationalstrasse N-630 in Richtung der Stadt
Merida existieren bis heute zwei bemerkenswerte Burgen:
El Castillo de la Arguijuela de Abajo und El Castillo
de la Arguijuela de Arriba. In Richtung Badajoz, an
derselben Strasse, steht die Burg Las Seguras.
Die Rundreise verlässt nun die Stadt Caceres,
um auf der N-630 nach Valdesalor zu kommen. Es ist
ein junges Dorf, das am Ufern des Flusses Salor, nicht
weit eines malerischen Stausees liegt. Innerhalb des
Ortes wurde unter den römischen Siedlungsresten
ein Schatz von ca. 160 Dinaren aus dem Jahre 81 v.
Chr. gefunden. Historiker bringen diesen in Verbindung
mit den Sertorianerkriegen und dem Römer Quintus
Caecilius Metello. Etwas weiter südlich liegt
das Dorf Casas de Don Antonio noch im flachen Bereich
des Oretana-Gebirges, genau zwischen Sierra de Montanchez
und Sierra de San Pedro. Der Ort besitzt eine Kirche
aus dem 15. Jahrhundert, die im 17. Jahrhundert reformiert
wurde: Die Nuestra Senora de la Asuncion, sowie einen
Prangerpfahl aus dem 16. Jahrhundert und die Wallfahrtskapelle
Nuestra Senora del Pilar.
Von der N-630 aus gelangen wir nach Rincon de Ballesteros,
eines der wenigen jungen Dörfer ohne künstliche
landwirtschaftliche Bewässerung. Das Dorf liegt
inmitten der "dehesas" der Sierra de San
Pedro. Das nächste Dorf, Carmonita, wird von
dem Fluss Ribera durchquert und hat als bedeutendstes
kunsthistorisches Bauwerk die Kirche Magdalena (16.
Jahrhundert). Das Kurbad von Fuentes del Trampal,
eines der besten in der Extremadura, liegt ganz in
der Nähe, inmitten von Stein- und Korkeichenwäldern.
In der Sierra de San Pedro liegt Cordobilla de Lacara.
Die beiden bedeutendsten religiösen Sehenswürdigkeiten
sind die Kirche San Pedro (16. Jahrhundert, aus Quaderstein)
und die Wallfahrtskapelle zu Ehren der Heiligen Justo
und Pastor, im Volksmund auch Los Santitos genannt.
In der Nähe befindet sich ein Stausee der sich
ausgezeichnet für Wassersport eignet.
Von Cordobilla de Lacara geht es weiter nach Nava
de Santiago. Olivenbäume, Stein- und Korkeichen
prägen das Landschaftsbild. Die Gegend ist vor
allem für ihre zahlreichen, vorgeschichtlichen
Megalithgrabstätten bekannt: Carmonita, Lauriana,
Cueva del Monje bzw. Casa de la Moneda, Lacara bzw.
Cueva del Moro. Bei Lacara wurde eine Neolithsiedlung
gefunden.
Nava de Santiago wurde im 13. Jahrhundert vom Santiago-Orden
im Zuge der Reconquista erobert. Der Ort ist stolz
auf zwei wunderschöne Gebäude: Zum einen
das Haus der Adelsfamilie Ovando, später des
Marquis de Valdeoro, zum anderen die Kirche Nuestra
Senora de la Asuncion (16. Jahrhundert).
In der Nähe des Dorfes befindet sich die Ruine
eines Franziskaner-Klosters aus dem Jahre 1551, das
im Zuge des Unabhängigkeitskrieges gegen Frankreich
zerstört wurde. An der N-630, ca. 22 km von der
Stadt Caceres
entfernt ist Aldea del Cano zu erreichen, dessen Landschaftsbild
Granitgestein und felsiges Gelände prägen.
An den Flussufern des Ayuela gibt es malerische Angelstellen.
Aldea del Cano ist ein Dorf, das fast komplett von
der Landwirtschaft lebt und mehrere hochinteressante
religiöse Sehenswürdigkeiten
besitzt, wie die Kirche San Martin (16. Jahrhundert)
und die 1818 wiederaufgebaute Wallfahrtskapelle Nuestra
Senora de los Retablos.
Das nächste Dorf der Rundreise ist Torrequemada,
das mitten in Stein- und Korkeichenwäldern liegt.
Die wichtigsten Bauwerke sind die Kirche San Esteban
und, etwas außerhalb, die Kapelle Ntra. Senora
del Salor.
Im benachbarten Torreorgaz warten die Kirche San
Pedro und die beiden Wallfahrtskapellen Humilladero
und La Soledad auf Besucher. Auch sind bis heute Reste
der ehemaligen Herrschaftshäuser zu betrachten.
An der östlichen Seite einer Bergkette liegt
von Stein- und Korkeichen umgeben, die Ortschaft Sierra
de Fuentes. Ihre aus Bruch- und Quaderstein errichtete
Kirche Asuncion stammt aus dem 16. Jahrhundert, während
auch die Kapellen San Isidro und Cristo del Risco
erbaut wurden. In Sierra de Fuentes existiert ein
Zentrum für die Aufzucht von Raubvögeln.
Der nächste Stopp erfolgt in Casar de Caceres.
Das durch die Käseproduktion in weiten Teilen
Spaniens bekannte Dorf, liegt ca. 10 Kilometer von
der Stadt Caceres
entfernt. Die auffällige Kirche wurde im 16.
Jahrhundert aus Granitquadern über einen bereits
zuvor existierenden gotischen Gottestempel (14. Jahrhundert)
gebaut. Die Entwürfe dafür sind das Werk
Pedro Ibarras und anderer Baumeister. Vom Dorfzentrum
aus gesehen befindet sich in jeder Himmelsrichtung
eine der vier herrlichen Kapellen: Santiago, San Bartolome,
Mártires und La Soledad.
Am Fluss Almonte liegt das nächste Reiseziel:
Santiago del Campo. Das Gebiet ist bereits Teil des
„Riveros del Tajo"-Gebietes. Charakteristisch
ist die sehr zerklüftete Landschaft mit Stein-
und Korkeichen. Die aus Bruchstein und Quadern errichtete
Kirche Santiago wurde im 16. Jahrhundert erbaut und
im 18. Jahrhundert reformiert. Die Wallfahrtskapelle
Soledad ist ein aus Bruchstein und Schieferplatten
gefertigtes Gebäude aus dem 17. Jahrhundert.
Die Kapelle San Marcos entspringt dem 17. Jahrhundert.
Monroy, inmitten der Halbebene von Trujillo und Caceres
und an den Ufern des Almonte gelegen, erfreut sich
eines typischen Mittelmeerwaldes in dem einige nur
hier vorkommende Tierarten leben. Innerhalb des Ortes
befindet sich die Ausgrabungsstätte der Römersiedlung
Las Aguzaderas. Aus einer frühgeschichtlichen
Siedlung stammt der heute im Provinzmuseum von Caceres
ausgestellte Schatz von Monroy, der auf das Bronze-Zeitalter
zurückzuführen ist. Die Burg stammt aus
der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts und steht
unmittelbar neben dem Plaza Mayor. Bereits am Dorfrand
steht die Kirche Santa Catalina (16. Jahrhundert).
Im benachbarten Talavan ist die aus Quadersteinen
gefertigte Kirche Ntra. Sra. de la Asuncion (15. Jahrhundert)
mit auffälligem Chor aus dem Jahre 1588 zu besichtigen.
Die Kirche von Hinojal, Ntra. Sra. de la Asunción
entspringt dem 16. Jahrhundert. In zwei sich gegenüberliegenden
Nischen sind Verzierungen von Freskenmalereien. Diese
sind teils religiösen, teils phantastischen Inhalts.
Eine malerische Stein- und Korkeichenlandschaft prägt
Garrovilla. Nicht weit vom Dorf existieren einige
Dolmenbauten (in der Nähe des Fluss Tajo) und
eine römische Siedlung mit mehreren Mosaiken.
Genau daneben steht die Kapelle Santa Marina. Unter
den zahlreichen kunsthistorischen Sehenswürdigkeiten
ragt die Kirche San Pedro als einer der größten
Gottestempel der Diözese Coria-Caceres heraus.
Sie wurde während der ersten Hälfte des
15. Jahrhunderts in gotischem Stil erbaut. Die Kirche
Santa Maria (Bauzeit: 1494-1520), das San Antonio
de Padua-Kloster (1476 durch den Grafen von Alba de
Liste eingeweiht) und die Wallfahrtskapelle Ntra.
Sra. de Altagracia, Schutzheilige von Garrovillas,
(15. Jahrhundert) sind weitere Besonderheiten. Im
Stadtteil Castillejos stehen herrliche Exemplare der
hier typischen Volksarchitektur. Der Plaza Mayor (15.
und 16. Jahrhundert) wurde zum "Kunsthistorischen
Monument" erklärt. Er ist komplett umgeben
von Säulengängen.
Von Garrovillas aus geht es weiter nach Mata de Alcantara,
zur Kirche Ntra. Sra. de Gracia (16. Jahrhundert aus
Bruchstein). Das Dorf Navas del Madrono, in der Halbebene
von Trujillo und Caceres, besitzt eine interessante
Volksarchitektur. Es dominieren Häuser aus Bruchstein,
weißgetünchte Fassaden und große
Schornsteine. An der Plaza Mayor befindet sich das
Rathaus, mit einem siebenbögigen Rundbogenportikum
(17. Jahrhundert). Die Kirche Ntra. Sra. de la O wurde
im Jahre 1738 fertiggestellt. Brozas, ehemaliger Besitz
des Alcantara-Ordens, war über lange Jahre das
Adelszentrum in der Extremadura und somit eine der
bedeutendsten Ortschaften der Provinz Caceres. Bis
heute sind zahlreiche Paläste und kirchliche
Gebäude erhalten. In der Nähe befindet sich
das bekannte San Gregorio-Kurbad, von dem aus weite
Steineichenwälder überblickt werden können.
Unter den kunsthistorischen Monumenten hat die über
der Ortschaft liegende Festung einen besonderen Stellenwert.
Der Burgturm wurde im 14. Jahrhundert erbaut. Drei
interessante zivile Gebäude sind die Paläste
Flores Montenegro, Los Paredes und Los Argüello.
Interessante religiöse Sehenswürdigkeiten
sind: Die Kirche Santos Martires (15. und 16. Jahrhundert),
die Kirche Santa Maria la Mayor, ein Meisterwerk von
Pedro de Ibarra, das ausschließlich aus Quaderstein
besteht und Stilelemente der Gotik und Renaissance
aufweist, die Kapelle Buen Jesús (16. Jahrhundert)
und die Ruine des Klosters Ntra. Sra. de la Luz.
Das benachbarte Dorf Herreruela, ebenfalls ehemaliger
Besitz des Alcantara-Ordens, liegt zwischen der Sierra
de San Pedro und dem Fluss Salor. 30 km von der Stadt
Caceres entfernt und mitten in der Sierra de San Pedro,
befindet sich Aliseda. Der von beeindruckendem mediterranen
Wald umgebene Ort hatte in der Vergangenheit eine
sehr wichtige strategische Lage zwischen Portugal
und Caceres. Die Kirche Ntra. Sra. de la Asuncion
ist ein Bruchsteinbau aus dem 17. Jahrhundert. Die
Kirche Ntra. Sra. del Campo befindet sich am Dorfrand.
Im Jahre 1920 fand man den berühmten Aliseda-Schatz
in einem Hügelgrab in der Nähe des Dorfes.
Dieses Meisterwerk wird auf das Jahr 625 v. Chr. datiert.
Im Ortszentrum von Arroyo de la Luz (22 km von Caceres
entfernt) wurden zahlreiche Gräber und Grabplatten
der Iberischen Kultur gefunden. Der Bau der Kirche
Asuncion begann im letzten Viertel des 15. Jahrhunderts
und endete Anfang des 16. Jahrhunderts. Die 20 Holztafeln
des Altaraufsatzes wurden 1560 von Luis de Morales
bemalt. Am Ostermontag finden in Arroyo de la Luz
die berühmten Pferderennen statt (Las Carreras),
ein auf regionaler Ebene als touristisch wertvolles
Fest an dem zahlreiche Reiter teilnehmen.
Diese Rundreise endet in Malpartida de Caceres. Das
Dorf wurde im 13. Jahrhundert gegründet und liegt
heute neben dem Naturpark Los Barruecos. Im Zentrum
sind hervorragende Megalith-Reste (La Hijadilla) zu
finden. Auch können in der Nähe des Flusses
Salor Ruinen aus römischer und islamischer Herrscherzeiten
besichtigt werden. Unter den religiösen Gebäuden
sind die gotische Kapelle San Antonio und die Kirche
Ntra. Sra. de la Asuncion (16. Jahrhundert) sehenswert.
Der alte Wollwaschkomplex der Barruecos (18. Jahrhundert)
wurde in das berühmte und vielbesuchte Museo
Vostell Malpartida umgewandelt. Das Museum enthält
Werke des mittlerweile verstorbenen, deutschen Künstlers
und bedeutende Sammlungen verschiedener Avantgarde-Künstler.
Des Weiteren können das Centro de Interpretacion
sobre Trashumancia (Forschungs- und Deutungszentrum
des traditionellen Viehtriebs) und der Naturpark Los
Barruecos besucht werden.
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