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Von Vegas Bajas del Guadiana bis Merida

Diese Rundreise beginnt in Merida, die Regionshauptstadt der Extremadura. Von dort geht es nach Westen durch die Ortschaften der sogenannten Vegas Bajas del Guadiana. Letztendlich ist die Besichtigung der Stadt Merida der Abschluss dieser Rundreise.

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Auf der Landstraße von Merida nach Montijo wird zunächst in Esparragalejo angehalten. Das zwischen Steineichenwäldern und einer Flussebene gelegene Dorf wurde im 15. Jahrhundert vom Santiago-Orden gegründet. Dieser Ritterorden ließ im 16. Jahrhundert die Kirche Ntra. Sra. de la Concepcion aus Bruch- und Quaderstein errichten.

Wenige Kilometer weiter liegt La Garrovilla, eine Ortschaft arabischen Ursprungs, die bereits im 13. Jahrhundert vom Santiago-Orden zurückerobert wurde. Sie liegt in der Flussebene und ist für ihre weitläufigen, künstlich bewässerten Anbaugebiete bekannt. Die Kirche Ntra. Sra. de la Asunción (15. Jahrhundert) besitzt eine ansehnliche, platereske Eingangsfassade.

Torremayor, ebenfalls arabischen Ursprungs, wurde in der Vergangenheit La Alguijuela bezeichnet. Im Dorfzentrum befindet sich die wunderschöne Kirche Santiago. Sie wurde wegen der manieristischen Fassade zum Kunsthistorischen Monument erklärt.

Ganz in der Nähe liegt Montijo inmitten der Vegas Bajas del Guadiana. Das Dorf erzeugt ausgezeichnete wie reichlich landwirtschaftliche Produkte. In der näheren Umgebung wurden Gebäudereste aus der Römerzeit entdeckt, wie die Villa von Torre Aguila. Durch die Gegend führte zudem die römische Verbindungsstraße Merida - Lissabon.
Die bedeutendsten Sehenswürdigkeiten sind: La Casa Consistorial (17. Jahrhundert) mit herrlichen Säulengängen, das Haus der Grafen von Montijo und die große Kirche des San Pedro, die während des 16. Jahrhundert in Gotik und Renaissance erbaut wurde. Besonders beeindruckend ist der Glockenturm. Aus dem 17. Jahrhundert stammt das durch die Grafen von Montijo gegründete Klarissenkloster.

Von Montijo geht es nun weiter Richtung Talavera la Real. Auf dem Weg liegt Valdelacalzada. Der namentliche Ursprung ist auf die ehemalige Römerstrasse zwischen Merida und Lissabon zurückzuführen (calzada = gefestigte Strasse). Das Dorf ist durch seine enorme Anzahl an künstlich bewässerten Anbaugebieten ein wichtiges landwirtschaftliches Zentrum. Weiter durch die Flussebene des Guadiana geht die Landstrasse nach Talavera la Real. Auf dem Weg liegen mehrere landwirtschaftliche Zentren: Guadiana del Caudillo, Alcazaba, Novelda del Guadiana und Sagrajas. Letzteres wurde einerseits durch die Schlacht zu Sagrajas bekannt (arabische Macht gegen christliche Truppen des Königs Alfonso VI), andererseits durch den berühmten Schatz aus vorrömischer Zeit, der in der näheren Umgebung des Dorfes entdeckt wurde.

Weitere Flussdörfer sind Gevora, Pueblonuevo del Guadiana, Villafranco del Guadiana (Fischzucht und Forschungszentrum für Fischzucht), Balboa und Guadajira. Diese jungen Dörfer haben eines gemeinsam: Weiß angestrichene Häuserfassaden.

Talavera la Real wird von der ehemaligen Nationalstrasse N-V durchquert. Ganz in der Nähe befindet sich der Flughafen der Stadt Badajoz. Der Name des Dorfes ist vermutlich auf Dona Leonore von Österreich zurückzuführen, Schwester des Kaisers Karl V, die in Talavera starb. Zwei Bauwerke ziehen besonders die Aufmerksamkeit auf sich: Die Kirche Ntra. Sra. de Gracia (15. Jahrhundert) mit einem hübschen Renaissance-Altaraufsatz und das Kloster der Karmeliternonnen (17. Jahrhundert).

Bereits auf dem Rückweg nach Merida kann auf der N-V Lobon erreicht werden. Das Dorf liegt auf einer Anhöhe, am früheren Weg zwischen Badajoz und Merida. Es wird vermutet, dass hier einst das altgriechische oder römische Lycon lag. Das geschichtlich interessanteste Gebäude ist die Kirche Ntra. Sra.de la Asuncion (15. Jahrhundert). Sie wurde in den Kunststilen Gotik und Mudejar gestaltet. Der sogenannte Balkon von Extremadura ist ein Ort an dem die Aussicht über das Flussgebiet des Guadiana genossen werden kann.

Von Lobon geht die Rundreise weiter über ein kurzes Autobahnstück nach Puebla de la Calzada, das seinen Namen ebenfalls der ehemaligen Römerstrasse zu verdanken hat. Die Gründung einer wirklichen Ortschaft an den Ufern des Guadiana erfolgte allerdings erst im Mittelalter. Es handelt sich hierbei um ein rasch wachsendes Dorf, in dessen Strassen einige sehenswerte Bauwerke stehen. Beispielsweise die im 18. Jahrhundert restaurierte Kirche Ntra. Sra. de la Encarnacion, die Kapelle der Inmaculada Concepcion (18. Jahrhundert) und das eklektische Haus des Marquis de la Vega, aus dem 19. Jahrhundert.

Ebenfalls an den Flussufern des Guadiana gelegen, wartet der nächste Ort: Barbano. Sehenswürdigkeit ist die bekannte Wallfahrtskapelle der Jungfrau von Barbano. Jedes Jahr im Mai pilgern zahlreiche Menschen dorthin. Das Dorf Arroyo de San Servan liegt zu Füssen eines Gebirgszuges, der Heimat für zahlreiche Raubvögel ist. Dort wurden auch interessante frühgeschichtliche Schemenmalereien entdeckt. Über den Fluss Tripero führt eine bis heute gut erhaltene, dreibögige Römerbrücke. Im Dorfinneren wartet die Kirche Santa Cruz (16.Jahrhundert) auf Besucher.

Nicht weit von Arroyo de San Servan entfernt befindet sich das stets wachsende Calamonte. Es liegt bereits wieder nahe an der Stadt Merida. Vermutlich römischen Ursprungs und durch den Santiago-Orden im 14. Jahrhundert wiederbevölkert, ist die Ortschaft stolz auf die schöne Kirche Ntra. Sra. de la Asuncion und die platereske Frontfassade (16. Jahrhundert).

Torrmejía stammt aus mittelalterlichen Zeiten und liegt heute direkt an der Nationalstrasse N-630. Dort gibt es einige Sehenswürdigkeiten wie römische Statuen, die in den Mexia-Palast (später auch Becerra de Moscoso-Palast genannt) integriert wurden. Genau gegenüber befindet sich die Kirche Ntra. Sra. de la Concepción (16. Jahrhundert), die nicht mehr in der ursprünglichen Form erhalten ist.

Von Torremejia geht es zurück in die Stadt Merida, die im Jahre 25 v. Chr. an den Ufern des Guadiana gegründet wurde.
Die damalige Emerita Augusta (Merida) war über lange Zeit Hauptstadt der Römerprovinz Lusitania und eines der bedeutendsten, römischen Verwaltungszentren auf der westlichen Iberischen Halbinsel. Im 5. Jahrhundert n. Chr. wurde sie von den Westgoten und im 8. Jahrhundert von den Arabern erobert. Unter beiden Mächten erhielt die Stadt ihre politische, wirtschaftliche und kulturelle Stellung. Zu Beginn des 13. Jahrhunderts, im Jahre 1230, wird Merida durch die christlichen Truppen des Königs Alfonso IX zurückerobert und zum Santiago-Ordenspriorat des San Marcos de León erklärt. Anfang der 1980er Jahre wurde sie zur Hauptstadt der Region Extremadura.

Unter den zahlreichen interessanten Sehenswürdigkeiten sind die Gebäude römischer Herkunft die wichtigsten. Sie wurden zum Weltkulturerbe erklärt. Das wohl bedeutendste Bauwerk ist das römische Theater. Sein Bau wurde von Agripa, Schwiegersohn des Imperators Octavius Augustus, in den Jahren 16 und 15 v. Chr. finanziert. Es hat ein Fassungsvermögen für ca. 6.000 Personen. Das Amphitheater, Kampfarena für Gladiatoren und wilde Tiere, wurde im Jahre 8 v. Chr. eingeweiht.
Das naheliegende Haus La Casa del Anfiteatro stammt aus dem 3. und 4. Jh. und bewahrt hervorragende Mosaike, die die Götter Venus und Eros bzw. eine Weinernteszene darstellen. Direkt neben dem Eingang zum Theater liegt das Museo Nacional de Arte Romano, ein Meisterwerk des Architekten Rafael Moneo Valles, das 1986 eingeweiht wurde. Dem Besucher werden zahlreiche Informationen über die römische Welt vermittelt. Daneben wird die Ausstellung ergänzt durch viele wertvolle, kunsthistorische Exemplare aus den besten archäologischen Ausgrabungsstätten römischer Monumente.
La Casa del Mitreo war eine römische Residenz, in der heute das Kosmogonische Mosaik betrachtet werden kann. Direkt nebenan befindet sich der Circus bzw. das Hippodrom. Es stammt aus dem 1. Jahrhundert n. Chr. und kann 30.000 Zuschauern aufnehmen. In der Nähe befindet sich das San Lázaro-Aquädukt (auch Rabo de Buey-Aquaedukt genannt), das Wasser zu Theater und Anfitheater führte. Das Xenodochium, ein Hospital westgotischen Ursprungs, wurde zur Zeit des Bischofs Mausona errichtet. Die Santa Eulalia-Basilika ist ein hervorragendes Bauwerk, in der die Gebeine der Märtyrerin Sata Eulalia begraben sind. Hier befindet sich auch eine Ausstellung. Außen ist der berühmte Hornito, der zu Ehren der Märtyrerin Santa Eulalia erbaut wurde, mit den Resten des römischen Mars-Tempels erhalten geblieben.
Das Milagros-Aquädukt transportierte vom Ende des 1. Jahrhunderts v.Chr. bis zum Ende des 3. Jahrhunderts n. Chr. Wasser aus dem Proserpina-Stausee nach Merida. Es ist ca. 830 Meter lang und bis zu 25 Meter hoch.
Des Weiteren empfiehlt sich der Besuch der römischen Brücke über den Fluss Albarregas, des 15 Meter hohen und 9 Meter breiten Trajan-Bogen, des Diana-Tempels (1. Jahrhundert v. Chr.) zum Imperialkult, des restaurierten Forumsportikum (1. Jahrhundert v. Chr.) und der gewaltigen 792 Meter langen und 60-bögigen, römischen Brücke über den Fluss Guadiana (25 v. Chr.). Aus anderen Geschichtsepochen stammen die Alcazaba (arabische Festung, 9. Jahrhundert), mit Zisterne, das Kloster des Santiago-Ordens (heute Sitz der Regionalregierung der Extremadura) und der archäologische Komplex der Moreria. Letzteres ist ein unglaubliches, geschichtliches Zeugnis der Stadt Merida, in dem Totenstädte, Strassen, Mauern, Häuser, etc. zu besichtigen sind. Ein bemerkenswerter Einblick in römische, westgotische und arabische Stadtteile und Industrien. Ein wahrhaftiges Paradies für den geschichtlich interessierten Besucher.
Die an der Plaza Mayor gelegene Kirche Santa Maria stammt aus dem 13 Jahrhundert und wurde vermutlich über die ehemalige Kathedrale der Santa Maria de Jerusalen gebaut.
Im Museo de Arte Visigodo (Museum der westgotischen Kunst) werden viele Objekte der westogischen Epoche Meridas aufbewahrt und ausgestellt. Es handelt sich um eine der besten Sammlungen Spaniens.

Im näheren Umfeld der Stadt Merida lohnt sich ein Besuch des ca. 5 km entfernten, römischen Proserpina-Staudammes. Es handelt sich um den größten, künstlich angelegten, römischen Stausee im gesamten Mittelmeerbereich. Ebenso ist der römische Staudamm von Cornalvo in der Nähe von Trujillanos, inmitten des gleichnamigen Naturschutzgebietes, einen Besuch wert.



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