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Die La Serena-Route beginnt in Villanueva de la Serena.
Von dort geht es nach La Haba, ein Dorf das im 15.
Jahrhundert unter dem Namen Aldehuela von dem Maestre
des Alcantara-Ordens, Gonzalo Perez Gallego,
gegründet wurde.
Dort befinden sich noch viele der ehemaligen Herrenhäuser
mit wunderschönen Fassaden und Wappen der Adelsfamilien.
Der Grundriss der Kirche San Juan Bautista hat die
Form eines lateinischen Kreuzes.
Von La Haba aus ist bereits Magacela in der Ferne
zu erkennen. Die Römer bezeichneten Magacela
ursprünglich Magna Cella (große Speisekammer).
In der näheren Umgebung kann man zu hervorragenden
Megalithdolmen wandern. Die Burg wurde auf die restlichen
Gemäuer der Römerfestung gebaut. Im Dorfzentrum
sollte der Besuch der Kapelle San Antonio und Los
Remedios nicht ausgelassen werden.
Von Magacela aus kann die Ortschaft La Coronada ausgemacht
werden. Dort ist die Kirche San Bartolome,
16. Jahrhundert, mit einem Wappen des Alcantara-Ordens
an ihrer Fassade zu finden.
Nicht weit entfernt liegt Campanario. Das Dorf war
im Mittelalter ein wichtiger Standort des Alcantara-Ordens
und ein wichtiges Weidegebiet zugleich. Es zählte
zum Real Dehesa de La Serena (Königliches Großweideland
der Serena). Die Kirche Ntra. Sra. de la Asuncion
(15. Jahrhundert) befindet sich neben dem Kloster
des Klarissen Ordens.
Auch der Ort Piedraescrita liegt ganz in der Nähe.
Er ist durch die Wallfahrt der Virgen de Piedraescrita,
die jedes Jahr am Ostermontag stattfindet, regional
wie unter Touristen sehr bekannt.
Im Halbflachland befindet sich Quintana de la Serena,
das durch Granitabbau und dessen Verarbeitung in der
ganzen Extremadura berühmt wurde. Logischerweise
prägen Granitfassaden mit eingemeiselten Adelswappen
das Dorfbild. Die aus im 15. Jahrhundert errichtete
Dorfkirche Ntra. Sra. de los Milagros wurde im 19.
Jahrhundert restauriert.
Im nahegelegenen Dorf La Guarda läd die Kirche
Santiago el Mayor (15. Jahrhundert) mit einer Fassade
im gotischen Stil auf einen Besuch ein.
Etwas weiter im Süden liegt Valle de la Serena
umgeben von Gebirgszügen der Sierra de Guadamez
und der Sierra de Arrozao. Bis ins 19. Jahrhundert
wurde es Valle de Zalamea genannt. Die Kirche de la
Concepcion, bzw. Ntra. Sra. del Valle, wurde
im 16. Jahrhundert errichtet.
Im nahegelegenen Higuera de la Serena gibt es interessante
Exemplare typischer Volksarchitektur. Das bedeutendste
Gebäude ist die Gemeindekirche Purisima
Concepcion, die im 16. Jahrhundert aus Bruchstein
erbaut wurde.
In Zalamea de la Serena vermischen sich geschichtliches
und archäologisches Erbe. Beispielsweise liegen
einige Megalithdolmen und die berühmte Heiligenstätte
Cancho Roano nebeneinander. Unter den Römern
wurde das Dorf Iulipa genannt. Aus dieser Zeit stammt
auch das beeindruckende, 25 m hohe Dystil, ein römisches
Grabmonument, das in Spanien einzigartig ist. Es wurde
1931 zum Kunsthistorischen Monument erklärt.
Von der Burg, eine ehemalige arabische Festung, steht
noch der Burgturm. Gen Ende des 15. Jahrhunderts,
schrieb hier Antonio de Nebrija die erste Grammatik
der Spanischen Sprache (1ª Gramatica de
la Lengua Castellana).
Die im 13. Jahrhundert erbaute Kirche Ntra. Sra. de
los Milagros wurde während des 15. Jahrhunderts
erweitert. Ferner ist das Haus des Pedro Crespo, der
die Hauptrolle des Werkes Calderon de la Barca
El alcalde de Zalamea ist, einen Abstecher wert. Ihm
zu Ehren wird das Theaterstück jedes Jahr im
August aufgeführt.
Etwas weiter südlich liegt Peraleda del Zaucejo.
Der Fluss Zujar trennt die Siedlung von der
benachbarten Provinz Cordoba. Wie so viele
Dörfer in dieser Zone gehörte auch Peraleda
seit dem Mittelalter zum Alcantara-Orden und
war zeitweise sogar Komtureihauptsitz.
Von Peraleda aus geht es nach Monterrubio de la Serena.
Diese Ortschaft wurde im Mittelalter vom Alcantara-Ritterorden
gegründet. Heute sind mehrere, kunsthistorisch
interessante Bauwerke zu besichtigen. Insbesondere
das Haus La Casa del Cordon (16. Jahrhundert)
und die gotische Kirche Ntra. Sra. de la Consolacion
bzw. de la Armentera (16. Jahrhundert).
Nach Norden in Richtung Castuera ist Puerto Hurraco
zu erreichen. Das Dorf glänzt durch die weiß
gestrichene Kirche Ntra. Sra. de Belen in der
Sierra de Loro.
Esparragosa de la Serena , ehemals Esparragosilla,
ist ebenfalls sehr nahe. Es liegt auf einer Ebene
die Bewohner sind stolz auf die hervorragende Volksarchitektur
und die Kirche Santa Maria de la Magdalena,
mit der sehenswerten Granitfassade.
Obwohl römische Reliquien in der Nähe von
Malpartida de la Serena gefunden wurden, erfolgte
die Gründung des Ortes erst im christlichen Mittelalter.
So stammt die Kirche Ntra. Sra. de la Asuncion,
in deren Frontfassade ein Prioratwappen des Alcantara-Ordens
zu erkennen ist, aus dem 16. Jahrhundert.
Castuera ist zweifelsohne eine der wichtigsten Ortschaften
der Serena. Dank der Turrones und dem Käse erlangte
das Dorf einen sehr guten Ruf. Es wurde zu einem zentralen
Umschlagplatz in der Real Dehesa de la Serena zwischen
den Bergzügen Sierra del Pozon und der
Sierra de los Pinos.
Folgende religiösen Gebäude sind besonders
sehenswert: Die Kapelle San Juan (15. Jahrhundert),
die Kirche Magdalena (18. Jahrhundert), die mit einem
Wappen des Alcantara-Ordens bestückten
Wallfahrtskapellen Santa Ana bzw. Los Martires.
Beide wurden im Mittelalter errichtet.
Im Gegensatz dazu warten die Audiencia Vieja (alter
Gerichtshof) und der Pósito (öffentlicher
Getreidespeicher), beide zu Beginn des 16. Jahrhunderts
erbaut, auf Besucher. Im September findet die Salón
del Ovino satt, eine Schafzuchtmesse, die Jahr für
Jahr großes Interesse in der ganzen Extremadura
weckt.
Auf dem Weg von Castuera nach Cabeza del Buey kommen
wir an Benquerencia de la Serena vorbei. Das Dorf
liegt innerhalb des gleichnamigen Gebirgszuges, in
der Nähe der beiden Bergpässe La Nava und
Mejoral. Die Burg ist einfach überwältigend.
Die Kirche Ntra. Sra. de la Asuncion (15. Jahrhundert)
steht im Dorzentrum.
Weiter geht es auf der gleichen Landstrasse nach
Cabeza del Buey. Unterwegs passieren wir das malerische
La Nava, das zu Füssen eines Gebirgszuges liegt.
Die bedeutendste Sehenswürdigkeit ist die Kirche
Corazon de Jesus.
Wenige Kilometer weiter erwartet uns das wunderschöne
Dorf Helechal. Die nahegelegene Sierra de los Tiros,
mit Steinzeitmalereien, verleiht dem Ort einen herrlichen
Ausblick. Die Kirche San Diego de Alcala sollte
nicht unbesucht bleiben.
Als nächstes steht der Bahnhof von Almorchon
auf dem Programm. Das Dorf selbst war ein wichtiger
Knotenpunkt im Zugverkehr. Auch befindet sich dort
eine beeindruckende Burg und, fast schon in der Gemeinde
Cabeza del Buey, steht das im 13. Jahrhundert erbaute
Templer-Sanktuarium Virgen de Belen. Es ist
Ziel einer der berühmtesten Wallfahrten im Osten
der Extremadura.
An den Berghängen der Sierra del Pedregoso liegt
das Dorf Cabeza del Buey. Im Osten der Serena, nahe
des Pedroche-Tals in Cordoba und des Campo
de Calatrava in Ciudad Real, ruht das Dorf genau neben
dem vorrömischen Turobriga. Beim Puerto de la
Nava (La Nava-Pass) stehen die Überreste eines
römischen Thermalbades. Nach der Wiedereroberung
durch die Templer ging Cabeza del Buey an den Alcantara-Orden
über, dessen Komturei es für eine Zeit war.
Aus der Zeit des Alcantara-Ordens stammen die
meisten Herrschaftshäuser, wie das heutige Rathaus,
La Casa de los Valdivias, de los Rol, de los Munoz,
das Gerichtsgebäude, der Komtureisitz oder das
Hospital de Santa Elena. Daneben ragt die Kirche Ntra.
Sra. de la Armentera, bzw. Divina Pastora, (16. Jahrhundert)
heraus.
Wir gelangen nun in das Gebiet des Serena-Stausees.
Zunächst in Zarza Capilla, in dessen näheren
Umgebung mehrere Steinzeitmalereien betrachtet werden
können. Das Dorf wurde während des spanischen
Bürgerkrieges vollkommen zerstört und ist
heute zweigeteilt: Zarza Capilla de Arriba (das alte
und zerstörte Dorf) und Zarza Capilla de Abajo
(der bis 1955 wiederaufgebaute Teil). Die Bewohner
selbst haben ihre alten Häuser wiederaufgebaut.
Dies führte dazu, dass der Grossteil der Bevölkerung
noch heute in den eigenen vier Wänden ihrer Vorfahren
wohnen. Der Bau der Kirche San Bartolome begann
im 16. Jahrhundert. Auch befindet sich hier das im
Mittelalter durch den Alcantara-Orden gegründete
Penalsordo, das später in den Besitz der
Herzöge von Osuna überging. Bis heute kann
der ehemalige Komtureisitz besucht werden.
An der höchsten Stelle im Dorf liegt die alte
Gemeindekirche Santa Brigada (16. Jahrhundert).
In Penalsordo wird ein Fest gefeiert, das selbst
unter Touristen sehr beliebt ist: La Octava del Corpus.
Es findet jedes Jahr nach dem Tag Corpus Christi statt
und erinnert an die Eroberung der damals arabischen
Festung von Capilla durch die christlichen Truppen.
Die Tour endet in Capilla. Eine Ortschaft, die an
der Kreuzung zweier Wege liegt: Einerseits die Verbindungsstrecke
zwischen der Extremadura und den Minen von Almaden,
andererseits die vielgenutzte Durchzugstrecke der
Schafherden der kastilischen Schafzüchtervereinigung.
Nach der Wiedereroberung gehörte der Ort zunächst
dem Templer-Orden an, um danach an den Alcantara-Orden
und etwas später an das Herzogtum von Bejar überzugehen.
Vor dem Hintergrund der kurvigen und steilen Strassen
stehen die schönen, weiß gestrichenen Häuser.
Die Mudejar-Kirche Santiago Apostol wurde im
16. Jahrhundert über die Mauern einer ehemaligen
Moschee errichtet. Die Burg ist wohl das auffälligste
Gebäude des Ortes.
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