Wie
andere Dommuseen ist auch das von Plasencia ein Kirchengut,
dessen Bestand religiösen Charakter besitzt.
Es sind hauptsächlich liturgische Gegenstände.
Das Bauwerk besitzt eine erstklassige Raumaufteilung
für das Museum.
Im Mittelschiff finden wir Bildhauerarbeiten: Virgen
del Sagrario, Engelsbilder, Heilige und ein Kruzifix
aus dem 14. Jahrhundert. Die Glasschränke bewahren
liturgische Kleidungsstücke, Schmiedearbeiten
und kleine Schnitzwerke vom Jesuskind. Außerdem
befindet sich dort ein Pompeo Leoni zugeschriebener
Gekreuzigter.
Im zweiten Schiff liegen Glasschränke mit Silberschmiedearbeiten,
Bildern, liturgischen Kleidungsstücken und einem
Gemälde von Luis de Morales, das Christus an
einer Säule gefesselt darstellt.
Im dritten Schiff befindet sich noch ein Gemälde
von Morales, “La Piedad”, sowie Ornamente
und Schalen.
Wertvolle Stücke im Museum sind die Chorbücher,
von denen nur eine kleine Auswahl ausgestellt ist.
Außer diesen Kunstwerken bewahrt das Museum
noch eine archäologische Sammlung mit Funden
aus dem Paleolithikum.
Das Museum liegt im alten Dom, dessen Aufbau Anfang
des 12. Jahrhunderts begann und erst im 15.Jahrhundert
fertig wurde. Die sogenannte Neue Kathedrale wurde
kurz danach errichtet, da das erste Bauwerk die Bedürfnisse
und die Sehnsüchte der Stadt nicht erfüllte.
An diesem Bauwerk arbeiteten Enrique Egas, Francisco
de Colonia, Juan de Alava, Diego de Siloe;,
Alonso de Covarrubias, Pedro de Ybarra und vor allem
Rodrigo Gil de Ontanon. Sie haben uns
vortreffliche Beispiele des spätgotischen Baustils
in den Sterngewölben und aus der frühen
Renaissance in den Plateresken-Ornamenten hinterlassen.
Im Innern bewundern wir, unter anderen Kunstwerken,
den Aufsatz des Hauptaltars aus dem 17. Jahrhundert,
mit prächtigen Schnitzereien von Gregorio Fernandez,
den Chor aus dem 15. Jahrhundert von Rodrigo Aleman
und mehrere Grabstätten und Wappenschilder.
Die eigentliche Sammlung steht in den drei Schiffen
des alten Doms und im Kreuzgang, mit Skulpturen der
Jungfrau, mehreren Grabstätten, der Kapelle von
San Pablo und dem alten Kapitelsaal, wo wir uns die
“Virgen del Perdon“ (Jungfrau der
Verzeihung) aus dem 13. Jahrhundert und Gemälde
aus dem 15. Jahrhundert anschauen können.
Das Museum wurde 1948 vom Bischof Zarranz Pueyo gegründet
und zunächst lag die Sammlung in einem Raum über
der Sakristei. Die heutige Sammlung wurde 1986 eröffnet.
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