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Der Naturpark Cornalvo in der Extremadura

Obwohl es Überresten anderer, früherer Kulturen gibt, die die Täler der Flüsse Aljucen und Albarregas besiedelten, wurde das Gebiet des Cornalvos zutiefst von der langen Präsenz der Römer geprägt. Deren Vermächtnis besteht aus zahlreichen Bauwerken, wie die Staumauer von Cornalvo, die bis heute noch erhalten sind.

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Der Naturpark von Cornalvo beherbergt eines der besten Beispiele eines Wiesen-Ökosystems und seiner traditionellen Nutzung. Stein- und Korkeichen sind auf seiner ganzen Ausdehnung die vorherrschende Baumart, die verschiedenartige Lebensräume bilden, zu denen auch eine interessante Fauna und Flora gehört.
Diese schönen Landschaften sind Teil des letzten Überbleibsels einer Vegetation, die Jahrtausende lang auf den fruchtbaren Wiesen der Flüsse Anas und Guadiana sowie im unwegsamen Gebirge entlang ihrer Ufer wuchsen. Die Qualität des Bodens und die Möglichkeit, Bewässerungskulturen einzuführen, erlaubten die Rodung großer Flächen von Stein- und Korkeichenwäldern auf allen Wiesen entlang des Flusses Guadiana, so dass heute in einem Meer von Bewässerungskulturen nur noch kleine Waldinselchen vorhanden sind. Dieses Landschaftsbild wird erst an den Berghängen des Parks von den Wiesen unterbrochen.

Die „Dehesa de Cornalvo“ konnten sich im Laufe der Jahrhunderte vor dem Einwirken des Menschen retten, weil der größte Teil des Parks von einem riesigen Granitblock eingenommen wird. Die geringe Tiefe des Bodens und das Granitgestein ließ dieser Erde nur den Zweck zur Nutzung als Wiese oder Weideland zu, denn hier konnten keine großen Bewässerungs- oder Beregnungskulturen angebaut werden.

Die Wiesen von Cornalvo zeichnen sich durch ihre abwechslungsreiche Vielfalt aus. So findet man hier Wiesen mit Stein- oder Korkeichen, gemischte Wäldchen, landwirtschaftlich genutzte Flächen, Dickichte, ständige Weideflächen usw., die ein buntgemischtes Mosaik bilden und Grund für die Vielfalt der Natur sind.
Auf den beiden wichtigsten Gebirgsformationen, der Sierra Bermeja und der Sierra del Moro, sind an den höchsten Stellen der Abhänge große Waldflächen und mediterrane Dickichte erhalten, in denen Pflanzenarten wie der Erdbeerbaum, die Iberische Birne, die Schmalblättrige Steinlinde, der Rosmarin, der Mastixstrauch, die Baumheide und der Zistrosenstrauch wächst. An den Sonnenhängen stellt man einen sichtbaren Unterschied im Bezug auf die Vegetation fest, denn hier sind Sträucher wie die Kermeseiche und der Oleaster häufiger.
Die Korkeichenwäldchen kommen in den Ebenen der Extremadura selten vor, da diese Gebiete auf Grund der fruchtbaren Erde in Kulturland umgewandelt wurden. Im Cornalvo gibt es jedoch einige gut erhaltene Korkeichenwäldchen. Der Grund für ihr Vorhandensein ist der hohe Wert des Korks.

Im ausgedehnten Flussnetz, das sich aus den vier Hauptflüssen (Aljucen, Albarregas, Arroyo del Muelas und Arroyo de la Fresnada) und aus über dreißig kleinen Zuflüssen zusammensetzt, ermöglicht die Entwicklung einer hohen Vielfalt von Baumgruppen entlang der Uferzonen. Besonders sehenswert sind die Wäldchen aus Schmalblättrigen Eschen, die an einigen Stellen fast undurchdringliche Tunnel bilden. Einige alte, dickstämmige Eschen stehen auch alleine. An den Ufern der Flüsse, deren Wassermenge je nach Jahreszeit variiert, herrscht der Tamujo-Strauch vor, der den sich dahinschlängelnden Flusslauf manchmal verdeckt. Entlang des Ufers des Flusses Aljucen ist der Gemeine Oleander häufig und dazwischen findet man auch Weiden und Eschen.
Infolge der Vielfalt der Gegebenheiten eines Lebensraums, der sich hauptsächlich aus mediterranem Wald, Wiesen und Ufer zusammensetzt, beherbergt der Naturpark von Cornalvo mindestens 249 Wirbeltierarten, wovon die Vögel mit 175 Arten die größte Gruppe sind, gefolgt von Säugetieren, Reptilien, Fischen und Amphibien.

Die typischste Tierart des Parks ist zweifellos der Schwarzstorch , eine vom Aussterben bedrohte Art, die auf den dichtesten und ruhigsten Korkeichen nistet. Es ist relativ leicht, einigen Exemplaren auf Futtersuche am Fluss oder an den Lagunen zuschauen zu können.
Das Fehlen von großen Felsblöcken begrenzt bis zu einem gewissen Maß das Nisten einiger Vögel, deren Habitat sich auf Felsen befindet. Dafür aber sind die Raubvögel stark vertreten. Häufig ist der Zwergadler, der Schlangenadler, der Rotmilan, der Sperber und der Gleitaar. Der Mönchsgeier und der Gänsegeier nisten zwar nicht hier, kommen aber von den Populationen der nahen Sierra de San Pedro zu den Wiesen auf der Suche nach Futter.

Unter den Amphibien ist besonders die außergewöhnliche Verbreitung der Iberischen Geburtshelferkröte, deren Vorkommen auf der Iberischen Halbinsel sehr beschränkt ist, bemerkenswert. Der Salamander, der normalerweise in Gebirgswäldern lebt, ist auch in den schattigen Eichenwäldern von Cornalvo anzutreffen, vor allem an den Abhängen, die nur geringe Veränderungen erlitten haben.

Die Zahl der Exemplare des Iberischen Pardelluchs, der früher einmal durch diese Berge und Wiesen schlich, um die häufig vorkommenden Kaninchen zu jagen, ist heute auf Grund von Krankheiten äußerst gering, und seit den achtziger Jahren wurde er nicht mehr gesichtet.


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