Im Jahre 1196
wurde die Stadt von den Almohaden erobert,
ein Jahr später gelangt sie an König
Alfonso zurück. 1201 ließ er
das Mauerwerk aufbauen.
Plasencia war die königliche Stadt
bis 1442.
Im Jahre 1488 wir die Stadt unter den
Schutz des Katholischen Königspaars
gestellt, da die Adligen und der Stadtrat
öffentlich gegen Alvaro de
Zuniga (Herzog von Bejar,
Plasencia und Arevalo) waren.
Die Stadt war und ist noch heute eine
Diözese. Einer der Bischöfe
ließ im 16. Jahrhundert den alten
romanischen Dom erweitern und eine neue
Kathedrale errichten. Im Verlauf der Jahre
gewann Plasencia an politischer Bedeutung
in der Region und wurde zum Handelsort.
Die Stadt hat aus dieser Zeit wunderbare
Feierlichkeiten und Flohmärkte erhalten,
die noch heute auf dem Plaza Mayor stattfinden.
Hier findet am ersten Dienstag des Monats
August das Fest Martes Mayor statt, das
zum Regionalfest von touristischem Interesse
erklärt wurde. Auch nennenswert sind
IFENOR (Ausstellungsmarkt der Oberextremadura)
im Mai, die Stadtfeierlichkeiten im April
und die Wallfahrt zum Santuario de la
Virgen del Puerto (Schutzpatronin der
Stadt), die am ersten Sonntag nach Ostern
stattfindet.
Der Besucher kann sich an der reichen
Gastronomie der Gegend an vielen Restaurants
erfreuen: Marinierte Forellen, Schleie,
Ziegenlamm, Migas (ein Brotgericht) u.ä.
traditionelle Gerichte. In der Stadt kann
man auch Lederarbeiten, Keramik und Schmiedearbeiten
finden.
Neben den zahlreichen Zivil- und Kirchenbauten
gibt es interessante Museen:
das Museo Etnografico y Textil “Perez
Enciso” (Volkskunde- und Textilmuseum),
mit einer großen Sammlung von Woll-
und Leinwebarbeiten, sowie Brautausstattung
und Regionaltrachten.
Ein weiteres Museum liegt im alten Dom,
das Museo Catedralicio, in dem man eine
kostbare Sammlung von Gemälden, Skulpturen,
Chorbüchern usw. besichtigen kann.
In Plasencia können wir auch die
Sammlung von Waffen und Jagdtrophäen
mit großem historischen Wert besichtigen,
die im Palast der Marquis von Mirabel
untergebracht ist.
In der nahegelegenen Ortschaft Pasaron
de la Vera können wir die Sammlung
von Ricardo Pecharroman in einem
Haus von der Familie Garzon aus
dem 17. Jahrhundert besichtigen. Die Ortschaft
bietet prächtige Häuser und
Bauwerke und wurde zum Kunsthistorischen
Gesamtdenkmal erklärt. In der Nähe
von Pasaron liegt das Kloster von
Yuste, wo wir das Museo Historico
Artistico (Kunsthistorisches Museum)
besichtigen können, das sich mit
dem Aufenthalt und Tod vom Kaiser Karl
V, auch König von Spanien, beschäftigt.
In Richtung Salamanca fahrend gelangen
wir nach Hervas, eine schöne
Ortschaft an einem Hang der Berge des
Ambroz Tals. In dieser Ortschaft tritt
das mustergültige Museo Perez
Comendador-Leroux hervor, welches Skulpturen
des berühmten Künstlers und
Gemälde seiner Frau beherbergt. Einen
Besuch Wert sind auch das Judenviertel
und die Stadtgebäude.
Auf dem Weg von Plasencia nach Hervas
können wir einen Abstecher nach Guijo
de Granadilla machen, um das Haus des
genialen Dichters Gabriel y Galan
zu besichtigen.
Auch in der Nähe von Plasencia liegt
das Franziskanerkloster El Palancar, in
Pedroso de Acim, Zufluchtsort von San
Pedro de Alcantara, wo wir uns
Mosaiken von Magdalena Leroux ansehen
können. In Serradilla können
wir in der Kirche des Klosters Santo Cristo
eine Sammlung mit Werken von berühmten
Barockstücken besichtigen.
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