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Über die Köpfe hinweg:
Vogelbeobachtung in der Extremadura

Ornithologen müssen in der Extremadura nicht stundenlang warten. Es reicht, wenn sie Augen und Ohren offenhalten. Auf Türmen und Hausdächern nisten im ganzen Land Weißstörche. Am Geierfelsen fliegen Gänsegeier direkt über die Köpfe der Menschen hinweg. Und durch die Wiesen stolzieren die seltenen Großtrappen.

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Die bekannteste Stelle für Vogelbeobachtungen in der Extremadura ist der Penafalcon. Der Fels liegt an der südlichen Grenze des Nationalpark Monfrague. Von Trujillo aus fährt man eine Dreiviertelstunde die Bundesstraße EX 208 in nördlicher Richtung, bis man zum Tajo gelangt. Dort erhebt sich ein breiter Fels, der steil zum Fluss abfällt und von einem Parkplatz auf der anderen Seite des Flusses gut beobachtet werden kann. Unten fließt ruhig und breit der Tajo. Am anderen Ufer steigt eine enorme Felswand aus dem Fluss empor, die aussieht, als würde sie die Narben von jahrelangen Kämpfen tragen. Überall zeigt er große und kleine Löcher, Abschürfungen und Risse, als wären hunderte von Geschossen auf ihn eingeprasselt. In den kleinen Höhlen und auf den Vorsprüngen sitzen aufrecht und erhaben Gänsegeier. So lange sie sitzen, sehen sie friedlich aus. Doch sobald sich ein erwachsener Gänsegeier erhebt, präsentiert er sich als Furcht erregender Räuber. Seine Flügel mit einer Spannweite von 2,5 Metern gleiten majestätisch sanft durch die Lüfte. Er bewegt seinen Kopf hin und her, um Ausschau zu halten. Manchmal fliegen die Gänsegeier nach ihrem Flug nicht zu ihrem Felsen auf der anderen Seite zurück, sondern kommen auf der Seite der Besucher zur Ruhe, auf der sich ebenfalls ein kleiner Fels erhebt. Dann ist der Respekt vor den Tieren bei den vielen Beobachtern besonders groß. Die Gänsegeier haben den Felsen natürlich nicht gewählt, um von Ornithologen bewundert zu werden. Der Felsen am südlichen Monfrague liegt an einer für die Vögel günstigen Stelle. Hier können die Geier ihre Jungen in geschützter Umgebung großziehen und zu Beuteflügen aufbrechen. Die savannenartigen Dehesas bieten ein optimales Futterbecken für die Raubvögel. Geier betätigen sich seit jeher als Gesundheitspolizei und fressen die verendeten Schafe, Ziegen, Kühe, Schweine sowie das tote Rotwild bis auf die Knochen auf. Vom Geierfelsen im Monfrague aus unternehmen die Geier ihre bis zu Hundert Kilometer entfernten Beuteflüge ins Landesinnere. Den Flug der Geier kann man auch von der nahen Burgruine, dem Castillo de Monfrague studieren. Hier befindet sich der Ornithologe buchstäblich auf Augenhöhe der Raubvögel oder sogar leicht oberhalb und kann auf diese herabschauen. Nicht nur Gänsegeier lassen sich hier bestaunen. Auch Schwarzstörche, Kolkraben und Wanderfalken nutzen den Felsen als Brutstätte und sind von der Burgruine sichtbar. Zur Burg und vielen anderen Vogelbeobachtungs-Stationen im Nationalpark führen gut ausgebaute Wanderwege. Im Besucherzentrum Villareal de San Carlos und in Torrejon el Rubio sind Ornithologie-Karten erhältlich. In Villareal können auch geführte Touren gebucht werden.   

Um Vögel beobachten zu können, müssen Extremadura-Besucher jedoch nicht eigens in einen Nationalpark fahren. Oft reicht es aus, in einen nahe gelegenen Steineichenwald zu spazieren und dort Augen und Ohren offenzuhalten. Dort stehen Gruppen von Kranichen beieinander, die sch von den herab gefallenen Eicheln ernähren. Blauelstern, die nur in Spanien und Portugal leben, fliegen aufgeregt zwischen den Bäumen hin und her. Grauammern machen mit einem seltsamen Gezwitscher auf sich aufmerksam, das an das Schütteln eines Schlüsselbundes erinnert. Nicht zu vergessen ist der allgegenwärtige Weißstorch, der in den Wipfeln der Eichen und Eukalyptusbäume sitzt oder auf der Wiese nach Nahrung sucht. Das berühmteste Storchennest der Extremadura befindet sich auf dem Rathaussims an der Plaza Mayor in Merida. Denn auch vor Menschen fürchten sich die Störche nicht. Sie bauen ihre Nester auf Kirchtürmen, Hausdächern und Felsbrocken. Entlang der Bundesstraße N 521 von Caceres nach Malpartida de Caceres haben die Behörden Dutzende von hohen Eisenstangen mit Plateaus für die Nester aufgestellt, die von den Storchenfamilien gerne zum Nestbau genutzt werden. Insgesamt leben an die 12.000 Paare in der Extremadura. Rund ein Drittel der Störche verzichten inzwischen darauf, im Herbst die lange Reise nach Afrika anzutreten. Der schneeweiße Gleitaar tut es dem Storch gleich und bevorzugt heute die iberische Halbinsel gegenüber dem südlicheren Kontinent. In den 1950er Jahren wanderten einige Exemplare aus Ostafrika in die Extremadura. Heute nutzt auch dieser Greifvogel die Dehesa als Lebensraum.  In der Extremadura gibt es auch außerhalb der National- und Naturparks unzählige Orte, an denen Ornithologen auf ihre Kosten kommen und seltene Vögel beobachten können: Weidensperlinge in den Olivenhainen zwischen Monroy and Talavan am Tajo, Zwerg- und Großtrappen in den Steppen von Belen bei Trujillo, alle Arten von Grasmücken und Nachtigallen in den Bergen von Montanchez nordöstlich von Merida, Häherkuckucke, Triele, Kalanderlerchen, Wiesenweihen und Sandflughühner in der Serena im Osten des Landes. Ein noch unentdecktes Paradies für Ornithologen liegt in den Bergen von Villuercas, die in der Sierra de Guadalupe liegen. Die Sierra ist eine Dreiviertelstunde Autofahrt von Trujillo entfernt. Der Weg lohnt sich. Denn in den Wäldern um die Dörfer Canamero, Cabanas del Castillo und Navazuelas herum leben eine ganze Reihe seltener Vögel wie Rotkopfwürger und Blauelstern. Vogelliebhaber werden in Buchläden mehrere informative Neuerscheinungen über die Vogelpopulationen der Extremadura finden. Doch auch ohne Vorbereitung bereitet die Vogelwelt der Extremadura Ornithologen und einfachen Vogelfreunden große Freude.
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