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Die Geier vom Salto del Gitano.
Natur- und Nationalparks in der Extremadura

Die Parks von Cornalvo und Monfrague eignen sich bestens für Dreharbeiten von Märchen- und Abenteuerfilmen. Wenn ein Kameramann durch die Linse schaut, breitet sich eine sanft geschwungene Landschaft vor ihm aus. Von den Wiesen und aus den Baumwipfeln erklingt ein unaufhörliches Fiepen und Singen. Und durch die Lüfte fliegen Gänsegeier.

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Die Landschaft des Cornalvo sieht aus wie im Märchen. Es dürfte einen nicht wundern, wenn hinter den Steineichen im Cornalvo ein kleiner Graugnom wie in „Ronja Räubertochter“ hervorspringen würde oder zwei Hobbits mit ihren Rucksäcken durch die Wiesen streifen würden. Und es würde bestens zum Cornalvo passen, wenn die Gruppe der Waldtiere wie im Film „Als die Tiere den Wald verließen“ auf einer der Lichtungen ihren großen Rat abhalten würden. Zu dieser Gruppe gehören zwar in Cornalvo nicht, wie im Film, Löwen und Elefanten. Doch die Versammlung der Tiere wäre mit allein 200 Wirbeltieren dennoch so groß und artenreich wie in kaum einem anderen Naturpark Europas.         

Wie im Märchen erscheint auch der kleine Ort Mirandilla, der mitten in den Steineichenwäldern des Cornalvo liegt. In der Gemeindekirche haben schon im 16. Jahrhundert Wanderer für gutes Geleit auf ihrem Weg vom Norden in den Süden Spaniens gebetet. Und der Marquis de la Encomienda hat sich in Mirandilla ein Domizil geschaffen, das schwer zu übersehen ist. Beachtenswert ist auch der Stausee von Cornalvo, der bereits von den Römern angelegt wurde, um Merida mit Wasser aus den umliegenden Flüssen zu versorgen. Weil er so alt ist, hat ihn der Cornalvo längst in Beschlag genommen, und an den meisten Stellen ist es schwer, überhaupt zu entdecken, dass es sich um einen künstlichen See handelt. Der Stausee des Cornalvo hat, im Gegensatz zu den uns in Deutschland bekannten Stauseen in den oberbayerischen Alpen, im Sauerland oder in Mecklenburg, sich seiner Umgebung so perfekt angeglichen, als hätte es ihn schon immer gegeben. 

Durch den Cornalvo lässt sich hervorragend wandern. Um sich in der Märchenwelt nicht zu verlieren, bietet das Besucherzentrum in Trujillanos nicht nur Wanderkarten mit mehreren kürzeren oder längeren Routen an, sondern stellt die Daten auch für GPS-Geräte zur Verfügung. Sehr zu empfehlen sind die geführten Touren, bei denen ausgewiesene Kenner des Parks die Besucher mit der Tier- und Pflanzenwelt des 10.000 Hektar großen Cornalvo vertraut machen. Füchse und Hirsche gehören seit je zu den Bewohnern des Parks, der nur 10 Kilometer von Merida entfernt liegt. Wer schneller vorankommen will als der Wanderer, kann sich ein Mountainbike ausleihen und über Berg und Tal sowie durch die kleinen Bäche fahren, die sich durch den Cornalvo schlängeln. Kindern erfahren im Besucherzentrum in Trujillanos Wissenswertes über den Lebensraum der Tiere und Pflanzen des Cornalvo und können das Erlernte beim anschließenden Parkbesuch anwenden.    

Äußerst sehenswert ist auch der Nationalpark Monfrague im Norden des Landes. Von Trujillo aus führt die Bundesstraße EX 208 kerzengerade durch die Dehesa und vorbei an unzähligen Farmen in den Norden. Am Horizont türmen sich dunkle Massen übereinander, die mit jedem Kilometer Fahrt näher kommen. Das dunkle Grün auf den Bergen dort hinten scheint einer anderen Welt anzugehören als die helle, platte Dehesa, durch die man fährt, einer Welt der Wildnis: der Monfrague.

Der Nationalpark stellt den Besucher auf die Probe, bevor er ihn eindringen lässt. Zwischen Torrejon el Rubío und dem Parkplatz am Fuß des Castillo de Monfrague führt die schmale Straße auf Serpentinen hinab, mehrere Kilometer über muss der Fahrer seinen Wagen durch enge Kurven lenken. Unten angekommen, vergehen nur noch wenige Minuten, bis man den Parkplatz am Peñafalcon erreicht, der auch Salto del Gitano genannt wird. Der Fels, auf dem die Straße entlang führt, fällt steil ab. Unten fließt ruhig und breit der Tajo, der von Weinetiketten bekannt ist. Am anderen Ufer steigt ein enormer Felsen aus dem Fluss empor. Der Fels sieht aus, als würde er die Narben von jahrelangen Kämpfen tragen und als wären hunderte von Geschossen auf ihn eingeprasselt, denn überall zeigt er große und kleine Löcher, Abschürfungen und Risse. In den kleinen Höhlen und auf den Vorsprüngen sitzen aufrecht und erhaben Gänsegeier. So lange sie sitzen, sehen sie noch friedlich aus. Doch sobald sich ein erwachsener Gänsegeier erhebt, überzeugt er jeden, der ihm dabei zusieht, im Nu davon, was er ist: ein Raubvogel. Seine Flügel, Spannweite 2,5 Meter, gleiten majestätisch sanft durch die Lüfte. Der Gänsegeier bewegt seinen Kopf hin und her, um Ausschau zu halten. Seine Augen, die man bei der kurzen Distanz oft genau beobachten kann, sehen zum Fürchten aus. Manchmal fliegen die Gänsegeier nach ihrem Flug nicht zu ihrem Felsen auf der anderen Seite zurück, sondern kommen auf der Seite der Besucher zur Ruhe, auf der sich ebenfalls ein kleiner Fels erhebt. Das Schauspiel der Gänsegeier hat immer denselben Effekt auf die Besucher, die sich an der Holzreling drängen: Sie schweigen und staunen.

Der Peñafalcon heißt den Besucher willkommen. Doch die Gänsegeier sind erst das Begrüßungskommando des Monfrague. Wer mit dem Auto weiterfährt, über den Tajo hinweg durch den dichten Wald des Nationalparks, gelangt irgendwann in das kleine Bergdörfchen Villareal de San Carlos, das auf einem kleinen Plateau liegt und eine wunderschöne Aussicht bietet. Dort kann man sich im Besucherzentrum zu geführten Wanderungen anmelden oder sich Karten für eine eigenständige Tour besorgen. Die geführten Touren sind günstig, und es lohnt sich mit einem der Park-Ranger zu wandern. Er zeigt den Besuchern die besten Aussichtspunkte, an denen sie Rotmilane, Gleitaare und Pirole beobachten und bestaunen können. Auch Wandertouren bietet der Monfrague an oder botanische Spaziergänge, auf denen die Naturfreunde alles über die Pflanzenwelt des Monfrague erfahren, zum Beispiel über das typisch iberische Buschland Mattoral. Der Monfrague ist auch bestens geeignet für Mountainbiker. Tourenvorschläge machen die Park-Mitarbeiter in Villareal.

Egal, wie man im Monfrague unterwegs ist, man wird seine Wildnis schnell für sich entdecken. Viele Besucher haben nach dem Besuch des Parks ihr Urlaubsprogramm für die kommenden Tage über Bord geworfen, sind einfach am nächsten Tag zurückgekehrt und wieder eingetaucht in die wilde Landschaft des Monfrague.
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