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Auf dieser Rundreise begibt man sich in einen großen
Teil der Region, die der Santiago-Orden im Süden
der Profinz Badajoz besaß. Hier haben Römer,
Araber und die antiken Christen Bräuche geschaffen,
die heute nur sehr schwer auseinander zuhalten sind.
Ähnlich geschah es mit der Küche, die so
viele verschiedene Noten aufweist, dass es fast unmöglich
ist, ihre Ursprünge zu unterscheiden.
Die Küche der Gegend ist vor allem dem Lamm
gewidmet. Das Herzstück hierzu sind die Lammherden,
die auf dem Felde unter freiem Himmel leben und ständig
mit ihrem Schäfer bei Hitze und Kälte auf
der Suche nach Weidegründen sind. Es ist eine
einfache und authentische Küche.
Kaum eine Küche ist in der Zubereitung des Lammes
so vielfältig. Die Caldereta ist ein Schmortopf,
für den man fettes Lammfleisch in kleine Stücke
schneidet und mit Knoblauch, Zwiebel und Lorbeer anbrät.
Anschließend wird es mit Weißweine, etwas
gemahlenem Paprika und Mehl langsam gekocht. Sobald
das Fleisch weich ist, kommt eine Soße aus Pfefferkörnern,
gebratenem Knoblauch, einer roten Paprikaschote, gebratener
Leber und etwas Olivenöl dazu. Alles zusammen
lässt man mit dem Fleisch ca. 15 Minuten kochen.
Diesen Empfehlungen folgend, kann eine exzellente
Caldereta zubereitet werden, wie man sie in fast allen
Restaurants der Gegend genießen kann. Es gibt
jedoch auch eine Vielfalt an Abwandlungen dieses Rezeptes,
so dass fast jedes Dorf und sogar jeder Haushalt seine
persönliche Note dazugibt. Diese Route bietet
auch Hochwild- und Schweingerichte.
Die Stadt Llerena ist das Zentrum der Gastronomie Extremaduras.
Berühmt sind dort die Sopas doradas (Suppen mit
Brot, Knoblauch und Petersilie), die Sopas molineras
(Suppen mit Kümmel und roten Chilischoten), der
geschmorte Hase, die Rebhühner mit Salbei, das
Kaninchen auf Inquisitions-Art (in einer Marinade
aus Pfeffer, Zitronen- und Orangensaft) und die Süßspeisen
aus dem Klarissenkloster. In Usagre werden ausgezeichnete
Setas en Caldereta (gekochte Pilze mit Knoblauch,
fritiertem Brot, Kümmel und Paprika aus La Vera)
und Gazpacho pastoril (kalte Suppe aus Zwiebeln, Gurken,
Knoblauch, Olivenöl usw.) zubereitet. In Campillo
de Llerena ist der Gazpacho de Conejo oder Galopeao
(Kanincheneintopf) sehr bekannt. In Azuaga sollte
man die Kressesuppe, den Cochofro (geschmortes Lamm)
und die Mandelsuppe probieren. In Berlanga gibt es
ein gutes Lammragout, in Casas de la Reina den Jerimoje
matancero (gebratenes Schweinefleisch), den Salat
mit Pestorejo (Schweinefleisch aus dem Nacken) und
die Schweineleber. Zum Schluss findet man in Valverde
de Llerena leckere geschmorte Rebhühner, die
in Öl konserviert werden.
Seit kurzer Zeit wird das Lammfleisch aus der Extremadura
durch die Herkunftsbezeichnung Denominacion Especifica
Cordero de Extremadura geschützt.
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