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Sie nennen es nur „Der Strich“.
Die Geschichte des Grenzlandes zwischen Spanien und Portugal

Schon immer besaßen Grenzgebiete eine besondere Faszination. Das Eigene hört auf, das Fremde beginnt. Das Gebiet kurz vor der Grenze und kurz dahinter gehört noch nicht oder nicht mehr zum eigenen Land, sondern ist Niemandsland. Dies ist besonders spürbar in „La Raya“, dem Grenzgebiet zwischen Spanien und Portugal.

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Die Extremadura ist auf Hunderten von Kilometern Länge ein Grenzland. Die Landesgrenze erstreckt sich von Valverde del Fresno im Norden bis nach Valencia de Mombuey im Süden. Die Extremeños nennen das Gebiet an der Grenze schlicht „La Raya“, den Strich. Damit meinen sie sowohl den spanischen als auch den portugiesischen Teil des Landes. Die Lage an der Grenze spiegelt sich auch in der Namensgebung wieder. Da gibt es auf der extremeñischen Seite Dörfer wie „Oliva de la Frontera“, „Malpica de España“ und sogar einen kleinen Ort namens „La Portuguesa“. Vor allem aber bemerkt man die Nähe zur Grenze an den Städten und Burgen. Nirgends sonst in Europa hat so ein dichtes Netz an gut erhaltenen Stadtbefestigungen und Burganlagen überlebt wie im Gebiet des südlichen Guadiana, an dem die Grenze entlang läuft. Die Orte auf beiden Seiten der Grenze waren Jahrhunderte über immer die ersten, in denen Kämpfe um das Territorium ausgetragen wurden. Daher versahen sie sich seit dem 17. Jahrhundert mit Wällen, Mauern und Türmen. Hier verlief die Front, als sich die portugiesische Krone im 17. Jahrhundert von Spanien trennte. Die Dynastie des Hauses Avis starb 1580 aus. Portugal sank für 60 Jahre zu einer spanischen Provinz herab. Erst der Herzog von Braganza vertrieb 1640 die Spanier wieder aus dem Land und rief sich als Johann IV. zum König aus. 1761 griffen Frankreich und Spanien das kleine Königreich an. Portugal verteidigte sich erfolgreich, übrigens unter dem Oberbefehl des deutschen Offiziers Wilhelm Graf zu Schaumburg-Lippe. Im frühen 19. Jahrhundert fand hier der erbitterte Kampf der napoleonischen Truppen um die Herrschaft in Portugal statt.

Der lange und blutige Streit hat aus den Städtchen Wehranlagen gemacht. Die Burg von Olivenza wurde zwar schon im Spätmittelalter errichtet. Doch ihre heutige Form hat sie in der Frühen Neuzeit erhalten. Olivenza war längere Zeit portugiesisch als spanisch. Daher findet man in der Stadt etwa den prächtigen Palacio de los Duques de Cadaval, an dem ein Wappen des portugiesischen Königs Manuels des Glücklichen prangt. Reichliche Spuren der Grenzkonflikte sind auch in Badajoz zu entdecken. Die Stadt spielte eine Hauptrolle in den Napoleonischen Kriegen. Auch deutsche Truppen kämpften um die Festung auf Napoleons Seiten. Zu Napoleons Truppen gehörten auch Einheiten aus Hessen, Westfalen, Bayern und der Pfalz. Es ist schwer vorstellbar, aber wahr, dass in Badajoz und Olivenza auch Soldaten aus Soest, Kaiserslautern, Darmstadt und Ingolstadt ihr Leben verloren. Wer sich in die Lebenswelt der Soldaten weit ab von zuhause und im Auftrag eines fremden Herrschers einfühlen möchte, kann etwa die Erinnerungen des Soldaten Friedrich Lindau aus Hameln lesen.

Weshalb die Stadt militärisch so bedeutend war, kann man am besten verstehen, wenn man von der stolzen Alcazaba aus in die Weiten der Region blickt. Wer Badajoz besaß, dem gehörte „La Raya“. Auch die wuchtigen Stadttore wie die Puerta de Palmas zeugen von der einstigen Funktion der Stadt. Wer sich genauer über die vielen bewaffneten Konflikte informieren will, kann das Stadtmuseum „Luis de Morales“ besuchen. Dort widmen sich einige Räume den Grenzstreitigkeiten der vergangenen Jahrhunderte. Und dort kann man auch erfahren, welch kultureller Reichtum sich in einer Stadt entfalten konnte, die mal diesseits und mal jenseits der Grenze lag.

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