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Die Bauern und der Heilige.
Religiöses Brauchtum in der Extremadura

Im Unterschied zu vielen anderen Gebieten Westeuropas hat das religiöse Brauchtum in der Extremadura die Jahrhunderte überlebt. Religiöse Feste gehören zum festen Bestandteil der Dorfkultur. Doch selbst in den größeren Städten wie Caceres, Badajoz und Merida haben Dank- oder Bittrituale auch heute noch ihren festen Platz im Jahr. Die sollte man als Besucher der Extremadura auf keinen Fall verpassen.

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In vielen Dörfern feiert die Bevölkerung die Woche vor Ostern als Semana Santa nach althergebrachten Riten. In den sieben Tagen vor Osten tragen in vielen Dörfern die Gemeindemitglieder die Christus- und Heiligenfiguren aus ihren Kirchen durch die Gassen, um an das Leiden Christi zu erinnern. Die Prozessionen in einigen Dörfern ziehen Besucher aus dem ganzen Land und aus Portugal an. Dazu gehört Jerez de los Caballeros, wo besonders viele Prozessionen stattfinden. In Jerez wie in einigen anderen Dörfern tragen die Menschen bei der Prozession lange weiße Kutten und spitz zulaufende Kapuzen, die keine Öffnung, sondern nur zwei kleine Gucklöcher besitzen. Die Kapuzen sind schon seit Jahrhunderten ein Symbol für die katholische Identität des Landes und ein beliebtes Fotomotiv bei Touristen.

Von großer Bedeutung in der Extremadura ist das Fest des Heiligen Isidor Labrador, das am 10. Mai gefeiert wird. Meistens finden die Isidor-Feiern am Wochenende nach dem 1. Mai statt. Es sind die Landwirte, die den Heiligen Isidor als ihren Schutzpatron verehren. Sie waren es, die den Kult um den Heiligen begannen. Da die Extremadura bis vor wenigen Jahrzehnten ein reines Agrarland war, ist der Isidor-Kult dort ganz besonders stark ausgeprägt. Isidor, der auch der Schutzheilige Madrids ist, soll im Hochmittelalter als Knecht und später als Gutsverwalter auf einem großen Hof in der spanischen Provinz gearbeitet haben. Der Legende nach hegten die Bauern oft Misstrauen gegen ihn und hielten ihn für faul, da er jeden Tag die Messe besuchte und ständig betete. Als der Gutsherr auf Drängen der Bauern Isidor heimlich beobachtete, sah er ihn betend auf der Erde knien, während zwei Ochsen von sich aus die Felder pflügten. Bei den Umzügen zur Feier des Heiligen fahren daher traditioneller Weise die Bauern heute mit ihren Traktoren und Anhängern in der Prozession mit.

Neben der Semana Santa und dem Fest des Heiligen Isidor feiern die Dörfer ihren je eigenen Schutzheiligen an dessen Gedenktag. Bei den Festen für den Stadt- oder Dorfpatron entwickeln die Dörfer und Städte ihre ganz eigene Art, des Heiligen zu gedenken und ihn um Schutz und Hilfe zu bitten. Beachtenswert sind neben den Heiligenfesten die Weißen Sonntage, an denen die Jungen und Mädchen von etwa zehn Jahren zum ersten Mal die Heilige Kommunion empfangen, also geweihtes Brot zu sich nehmen dürfen. In vielen Orten prozessieren die Kinderscharen nach Ende der Messe hinter dem Priester durch die Straßen und lassen sich von Verwandten und Freunden bejubeln.

Der wichtigste Ort religiöser Verehrung in der Extremadura liegt an der Ostgrenze der Autonomen Region. Das Kloster von Guadalupe beherbergt die schwarze Madonna von Guadalupe, die als Schutzpatronin der gesamten spanischen Welt verehrt wird. In Zentral- und Südamerika sind zahlreiche Städte nach diesem Ort benannt. Die Marienfigur wird alljährlich an ihrem Festtag, dem 8. September, und dem Feiertag der spanischen Welt, dem 12. Oktober, durch die Gassen des kleinen Städtchens getragen und dabei von Tausenden Katholiken aus der ganzen Welt angebetet. Einmal im Leben eine Wallfahrt zur Virgen de Guadalupe zu machen, zählt noch heute bei der gläubigen Bevölkerung der spanischsprachigen Länder als heilige Pflicht.

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