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Das jüdische Erbe bewahren:
Die spanische Inquisition und ihre Spuren in der Extremadura

Sie gehört zu den schlimmsten Verbrechen der katholischen Kirche: die Inquisition. In der Extremadura sind heute noch die Spuren zu erkennen. In Llerena kann man den Ort eines Gerichts-Tribunals besuchen. Das kleine Museum in Garganta la Olla zeigt die Folterinstrumente der Inquisitoren. Hervás hat die jüdische Geschichte vor der Inquisition aufgearbeitet. In Caceres kann man durch das alte Judenviertel spazieren.

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Ein kleines Mädchen namens Inés hatte im Jahr 1500 eine Vision. Der Messias, erzählte das Kind, würde auf die Erde niederfahren und alle konvertierten Juden ins Gelobte Land Palästina zurückführen. Die Vision der Tochter eines Schuhmachers aus dem kleinen Ort Herrera del Duque erregte Aufsehen. Denn die konvertierten Juden gehörten zu der Gruppe, die ab dem Ende des 15. Jahrhunderts von der Inquisition verfolgt wurden. Die Bischöfe oder Ordengeistlichen hatten bei der Befragung im Auftrag des Papstes zu prüfen, ob die Conversos nicht doch noch ihrem alten Glauben anhingen. Stellte sich dies als die Wahrheit heraus, verurteilte die Heilige Inquisition die Angeklagten. Während des Prozesses wurden Zeugen aus dem Dorf vor Gericht geladen. Sie sollten klären, ob sich der oder die Angeklagte verdächtig verhalten oder gotteslästerliche Aussagen getätigt hatte. Dies geschah auch in Inés’ Fall. Dutzende Zeugen wurden geladen und bestätigten, von den Visionen gehört zu haben. Eines der Inquisitions-Tribunale befand sich in Llerena. Der Ort liegt etwas südöstlich von Zafra an der Bundesstraße N 432. Der Innenhof, in dem sich das Gericht befand, gehört zum Ensemble von Bischofspalais und der Kirche Nuestra Señora de la Granada in der Altstadt.

Die Inquisitoren versuchten den bald weit verbreiteten Glauben an die Erscheinungen des Mädchens mit aller Grausamkeit zu unterdrücken. Dabei setzten sie auch Folter ein. Wer einen Eindruck von den Qualen der Angeklagten bekommen möchte, erhält diesen im kleinen Örtchen Garganta la Olla unweit des Vera-Tals. Das Tal liegt im Norden der Extremadura. Von Plasencia aus ist das kleine Bergdörfchen Garganta la Olla in einer knappen Stunde mit dem Auto zu erreichen. Hier können sich Besucher ein Verließ ansehen und verschiedene Werkzeuge der Grausamkeit, die bei den Befragungen eingesetzt wurden.
Bevor die jüdische Bevölkerung Spaniens vertrieben oder per Inquisition dezimiert wurde, lebte sie Jahrhunderte lang in friedlicher Koexistenz mit den Christen zusammen. Manche Gemeinden in der Extremadura haben eine lange jüdische Vergangenheit. Hervás etwa, ein kleines Dorf an der Grenze zu Kastilien, war Heimat von 45 jüdischen Familien. Die Gemeinde hat inzwischen in den alten Häusern des Dorfes und in den Kirchen nach Quellen jüdischen Lebens gesucht und diese zu einer informativen und spannenden Ausstellung zusammengetragen. Am eindrucksvollsten ist es, mit dem Wissen über die Geschichte des Ortes das jüdische Viertel von Hervás zu Fuß zu erkunden und die Stelle der Synagoge und der Gemeinschaftshäuser zu besichtigen.

Auch Plasencia beherbergte eine lebendige jüdische Gemeinde. Die alte Synagoge stand dort, wo sich heute der Palacio Mirabel befindet, also im Herzen der Innenstadt. Die Behörden in der ehemaligen Bischofsstadt haben unlängst angefangen, unter der Erdoberfläche nach Spuren jüdischen Lebens zu suchen. Die Funde der Ausgrabungen sollen bald dem Publikum vorgestellt werden. Deutlich sichtbar ist das jüdische Viertel auch in der Provinzhauptstadt Caceres. Im Altstadtkern hat sich die Struktur des jüdischen Viertels San Antonio noch erhalten. Dies lässt sich besonders daran erkennen, dass zwischen den etwas schief angelegten Häuseranlagen dutzende kleine Plätze liegen, ein typisches Merkmal jüdischen Städtebaus. Auch die weiß getünchten Häuser des Judenviertels heben sich deutlich von den Stadtpalais der reichen Adelsfamilien ab.

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