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Das wahre Leben der Schwertträger:
Die Ritterorden der Extremadura

Kein Landstrich Spaniens war in den Kriegen gegen die Mauren so heiß umkämpft wie die Extremadura. Der Papst und die Könige sandten die Ritterorden aus, um die Eindringlinge zurückzudrängen. Dafür erhielten sie Privilegien und viel Land. Die Burgen der Ritterorden kann man heute noch besichtigen.

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Das Stadtwappen von Alcantara im äußersten zentralen Westen der Extremadura zeigt eine Brücke mit einem grünen Kreuz darüber. Die Römische Brücke außerhalb der Stadt Alcantara stellt das wichtigste Wahrzeichen des Ortes dar. Das grüne Kreuz des Alcantara-Ordens hat die Stadt Jahrhunderte lang geprägt. Denn Alcantara war lange Sitz des gleichnamigen Ordens. Ritterorden haben sich im 12. Jahrhundert zunächst zum Schutz der Pilger zu den Heiligen Stätten Palästinas gegründet. Doch bald schon führten sie die blutigen Kreuzzüge ins Heilige Land an. In Kleinasien kämpften sie gegen die gottlosen Mauren und stürmten ihre Heiligtümer und Paläste. Auch im Westen Europas tobte ein Kampf der Christen gegen die Muslime. Ende des 12. Jahrhunderts schlossen sich in der heutigen Extremadura Ritter zusammen, um das Land oder einzelne Städte vor den Mauren zu verteidigen oder wieder zu erobern. So geschah es auch im Jahr 1156, als Don Suero Fernandez Barrientos und Gomez Fernandez den Orden von Alcantara zum Schutz der Stadt Ciudad Rodrigo gründeten.
Für ihren Einsatz erhielten die Ritter vielerlei Privilegien. Zum Beispiel bekamen sie das Recht, an den Brücken über den Guadiana Zölle zu erheben. Außerdem schenkten die Könige von Leon und Kastilien den adligen Kämpfern Land. Dieses lag im Gebiet der heutigen Serena, und es wird nach wie vor noch so verwendet, wie von den Alcantara-Rittern bestimmt: als Weidefläche. Hier zogen die Schafherden des Alcantara-Ordens jahraus, jahrein über die Steppe und wechselten je nach Vegetation die Weideflächen – und tun es noch heute.

Der Alcantara-Orden unterstellte sich dem Papst. Alle Mitglieder des Alcantara-Ordens mussten wie bei den Mönchsorden Gelübde ablegen und unter anderem in Keuschheit leben. Von den älteren Klostergemeinschaften übernahm der Alcantara-Orden auch das Leben nach einer festen Regel. Die Alcantara-Ritter folgten der Ordensregel der Zisterzienser, die wiederum auf die Regel des Heiligen Benedikt zurückgeht. Das Benediktskloster in Alcantara erinnert noch an diese Tradition. Die Kirche war lange Zeit Sitz des Alcantara-Ordens.
Einer der Aufenthaltsorte der Alcantara-Ritter war die Burg von Azagala. Den Ort erreicht man, wenn man die Bundesstraße EX 110 von Badajoz aus nach Norden fährt und in Alburquerque der Ausschilderung folgt. Die Burg von Azagala diente den Alcantara-Rittern einerseits als militärischer Vorposten zur Verteidigung von Badajoz. Gekämpft wurde dort allerdings während der Reconquista nicht. Vor allem aber führten die Alcantara-Ritter auf der Burg ihre Sitzungen durch, diskutierten über die Lage ihres Ordens und beschlossen neue Projekte.

Der Alcantara-Orden profitierte im 14. Jahrhundert weniger von militärischen Erfolgen als von der Auflösung eines anderen Ordens: den Templern. Dem Templerorden wurde letztlich seine eigene Stärke zum Verhängnis. Bei seiner Auflösung im Jahr 1312 verfügten die Templer über das stärkste Heer Europas. Der Papst ließ den Orden verbieten, weil er ihm zu gefährlich geworden war. Wie die Ritterorden bewaffnet waren, kann man übrigens noch heute in Puebla de Sancho Perez bei Badajoz erfahren. Hier lebten einst die Santiago-Ritter. Die Geschichte der Templer lässt sich am eindrucksvollsten auf der Templer-Burg in Jerez de los Caballeros nachvollziehen. Die Burg ist maurischen Ursprungs und wurde nach der Rückeroberung der Stadt zu einer regelrechten Wehranlage gegen die Eindringlinge ausgebaut. Heute gedenkt die Stadt der berühmten Ritter aus ihrer Vergangenheit mit einem mehrtägigen Fest, bei dem noch einmal an das dramatische Ende der Templer erinnert wird. Denn einige der Ritter weigerten sich, dem Orden zu entsagen und schworen ihren Mitbrüdern ewige Treue. Sie setzten sich in der Burg fest und kämpften, bis die Truppen des Königs sie letztlich töteten. Diese Gruppe ist als die Männer von Jerez, als „los Caballeros de Jerez“ in die Geschichte eingegangen und hat der Stadt ihren Namen gegeben.
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